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Aktuell - Klagenfurt
Mitarbeiter der Abteilung Entsorgung haben am Dienstag mit der schrittweisen Abtragung des Biberdamms im Russenkanal begonnen. © StadtPresse/Spatzek

Hochwasserschutz hat Priorität

Biber werden umgesiedelt

Sattnitz – Der Biberdamm im Russenkanal nahe der Kläranlage hat mit einem 1,5 km langen Rückstau bis nach Waidmannsdorf mit schätzungsweise 15.000 m³ Wasser schon für Gefahr in Verzug gesorgt. Im öffentlichen Interesse wurde am Dienstag begonnen, das Bauwerk aus Ästen schrittweise abzutragen.

Ziemlich fleißig gewesen ist der Biber, der sich im Russenkanal in der Nähe der Kläranlage seinen Damm aus Ästen, Steinen und Schlamm angelegt hat. Über einen Meter hoch ist das Bauwerk, das im Laufe der Zeit für einen eineinhalb Kilometer langen Rückstau bis nach Waidmannsdorf gesorgt hat. Im Sinne des öffentlichen Interesses hat die Abteilung Entsorgung am Dienstag mit der schrittweisen Entfernung des Biberdamms begonnen.

Hochwasserschutz hat Priorität

„Nach Rücksprache mit der Bürgermeisterin und den zuständigen Stellen beim Land Kärnten müssen wir im Sinne des Hochwasserschutzes diese notwendige Maßnahme treffen. Durch den Rückstau ist bereits Gefahr in Verzug. Dem Biber selbst geschieht nichts. Er soll nur aus dem Hochwasserschutzgebiet verdrängt werden, damit er sich anderswo einen neuen Lebensraum sucht“, erklärt Wasserschutzreferent Stadtrat Wolfgang Germ.

Kontrollierter Abbau

Etwa 15.000 m³ Wasser haben sich schon angestaut. Die Abtragung muss schrittweise erfolgen, damit die große Wassermenge langsam und kontrolliert Richtung Sattnitz abfließen kann. Ob das Nagetier bei der „Umsiedelaktion“ mitspielt und sich „vergrämen“ lässt, wie es in der Jägersprache heißt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. „Wir werden den Bereich periodisch kontrollieren. Wenn der Biber an der Stelle wieder zu bauen beginnt, tragen wir die Äste von Neuem ab“, sagt Germ.

Es wird auf die Taktik des „längeren Atems“ gesetzt, denn der Russenkanal ist für den Hochwasserschutz von St. Ruprecht und Waidmannsdorf unerlässlich. Durch den Biberdamm war wenig bis gar kein Abfluss mehr gegeben, was bei den nächsten größeren Regenfällen schon für massive Probleme gesorgt hätte.

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