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Politik - Villach & Klagenfurt
„Wir wachsen zusammen“ war das Motto des ersten Workshops im Casineum Velden © StadtPresse

Zentralraum Kärnten

„Chef-Treffen“ in Velden

Velden/Klagenfurt – 21 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Vertreter von Wirtschaftskammer, Verwaltung und Tourismus kamen Dienstag nachmittag zum ersten Mal in Velden zusammen, um die Grundlagen für den künftigen Zentralraum Kärnten zu entwickeln.

Es ist ein zukunftsträchtiges Projekt, das Bürgermeisterin Dr. Maria‐Luise Mathiaschitz und Bürgermeister Günther Albel initiiert haben, um den Kärntner Zentralraum, damit aber auch das ganze Bundesland wettbewerbsfähiger und stärker zu machen. Ende September wurde es erstmals vorgestellt und Dienstag traf man sich unter dem Motto „Wir wachsen zusammen“ zu einem Workshop im Casineum in Velden.

Offizieller Startschuss

Es war der offizielle Startschuss für eine gemeinsame Zukunft in einem integrierten Zentralraum. Vor allem geht es darum Synergien zu nutzen und im Wettbewerb der europäischen Regionen sichtbar zu werden. Metropolregionen sind Ballungsräume mit über 250.000 Einwohnern. Dies hat der Zentralraum Kärnten mit den Städten Klagenfurt und Villach und den umliegenden Gemeinden.

„Wir gehören zu den großen Ballungsgebieten in Österreich, aber wir müssen zusammenwachsen und ein gemeinsames Bewusstsein dafür schaffen“, sagte die Klagenfurter Bürgermeisterin in ihrer Begrüßung. Gemeinsam und auf Augenhöhe gelte es, den Zentralraum zu entwickeln. Arbeitsplätze, Betriebsansiedelungen, Sport und Freizeit sind dabei die Metathemen, so Dr. Maria‐Luise Mathiaschitz.

Begriff mit Leben füllen

Amtskollege Günther Albel, beide hatten gemeinsam zu diesem Workshop‐ Nachmittag geladen, geht es darum, den sperrigen Begriff Zentralraum mit Leben zu erfüllen, im Standortwettbewerb sei man nur gemeinsam stärker. Beide betonten, dass Parteipolitik hier keinen Platz habe und das zeige sich an diesem Tag deutlich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aus allen politischen Lagern kämen.

Chance nutzen

Über 40 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft wurden von Peter Plaikner (Institut für Medien und Politik) durch den Workshop geführt, in dem sich alle mit viel Engagement einbrachten. Plaikner wies auch noch einmal daraufhin, dass die Region Klagenfurt – Villach mit den umgebenden Gemeinden als Ballungsraum auf den europäischen Listen noch nicht aufscheine und daher auch Betriebsansiedelungen schwieriger sind. Klagenfurt gehöre zu den Top Five der Landeshauptstädte und Villach ist die größte österreichische Bezirksstadt. Jetzt gebe es die Chance mit den anderen Gemeinden auf Augenhöhe zusammenzuwachsen.

Bürgermeisterin Dr. Maria‐Luise Mathiaschitz unterstrich auch noch einmal die Bedeutung eines funktionierenden Zentralraumes, der die anderen Regionen des Landes nicht schwäche – so ja manche Befürchtung – sondern stärke. Man sehe unter anderem am Beispiel Slowenien, wenn der Zentralraum nicht funktioniere, leiden darunter auch die anderen Regionen.

Was ist geplant?

Im ersten Workshop wurden die wichtigsten Handlungsfelder konkretisiert und festgelegt. Dabei stand bei fast allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Öffentliche Personennahverkehr ganz vorne. Größter Wunsch – eine gemeinsame Karte für den gesamten Raum und alle öffentlichen Verkehrsmittel. Weiters: gemeinsame Raumplanung, einheitliche Auflagen bei Betriebsansiedelungen also ein gemeinsamer One‐Stop‐Shop, keine Blockaden durch Kleinteiligkeit, Kirchturmdenken müsse vorbei sein, Wasserversorgung, gemeinsame Anschaffungen (z.B. Feuerwehr). Ein großer Bereich der Diskussion war der zukünftigen Organisation des Zentralraumes gewidmet. Strukturen und operative Ebenen müssten festgelegt werden. Die Klagenfurter Bürgermeisterin sagte zur Organisationsfrage, eine Arbeitsgruppe solle sich andere Metropolregionen genau anschauen und Vorschläge ausarbeiten.

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