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Derzeit gibt es einen Handymasten auf einem Stallgebäude neben dem Heizwerk - Dieser soll abmontiert und durch den neuen Masten ersetzt werden. © KK

Aufregerthema

Treffner machen gegen Handymasten mobil

Treffen – Die Mobilfunkanbieter A1/Telekom und T-Mobile wollen im Treffner Ortskern, in unmittelbarer Nähe des Bioheizwerks, einen neuen Handymasten aufstellen. Die Baugenehmigung dafür ist schon bei der Gemeinde eingebracht. Die unmittelbaren Anrainer sind wenig begeistert.

 3 Minuten Lesezeit (365 Wörter)

In Treffen gibt es zur Zeit ein Thema, das die Bürger verärgert. Und zwar der geplante neue Handymasten zweier Mobilfunkbetreiber. Bereits in drei Tagen findet die Bauverhandlung statt.

Zur Situation

Derzeit gibt es auf einem Stallgebäude, neben dem Bioheizwerk, einen ca. 10 Jahre alten Handymasten. Dieser soll nun durch einen neuen Masten ersetzt werden. Der neue Handymasten soll zwischen dem Bioheizwerk und dem Stallgebäude stehen und insgesamt 21 Meter hoch sein.

Kritik seitens der Bevölkerung

Derzeit ist eine Unterschriftensammlung gegen den neuen Masten in Gange, initiiert von einer direkt neben dem Bioheizwerk wohnenden Anrainerin, Frau Evelyn O.* (*Name der Redaktion bekannt) Frau O. konnte bereits über 100 Unterschriften gegen den Masten sammeln und will diese natürlich auch als Einspruch nutzen.

Hauptkritikpunkte

Die drei Hauptgründe für die „Anti-Handymasten-Haltung“ sind:

  • eine befürchtete große Strahlenbelastung
  • ein nicht ins Ortsbild passendes „Bauwerk“
  • und eine Wertminderung der nebenliegenden Liegenschaften

Frau O.: „Ich bin davon überzeugt, dass wenn ich mein Grundstück neben dem Handymasten verkaufen will, es zu einer beträchtlichen Wertminderung kommt bzw. dass es überhaupt Schwierigkeiten geben wird das Grundstück zu verkaufen, da niemand gern neben einem Handymasten dieser Größenordnung wohnt.“

Bürger befürchten gesundheitliche Auswirkungen durch die Strahlenbelastung - © KK

Das sagt die Gemeinde

Am 13. Dezember findet die Bauverhandlung vor Ort statt. Der Treffner Bürgermeister Klaus Glanznig versteht die Sorgen und Ängste der Anrainer. „Mir sind aber die Hände gebunden. Für den Masten wurde, wie für jedes andere Bauwerk auch, um eine Baugenehmigung angesucht. Der Bauamtsleiter wird nach Begutachtung und Zusammentragen der Fakten einen Baubescheid erlassen,“ so Bürgergeister Glanznig. Glanznig selbst habe im Vorfeld schon mehrere Lösungswege versucht. Einerseits wurde den Betreibern ein Alternativstandort vorgeschlagen und andererseits habe Glanznig die Ortsbildpflegekommission des Landes einberufen. Beide Möglichkeiten haben leider nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. „Wir halten uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben,“ so der Bürgermeister weiter.

Und damit ist die Gemeinde auch sicher gut beraten, denn es wurde ja bereits, wie in sämtlichen Medien berichtet, ein Spittaler Bürgermeister samt Gemeinderat verurteilt, weil Baubewilligungen unrechtmäßig verzögert wurden.

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