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Seit den Nachtstunden viel zu tun

Gail führt Hochwasser: Feuerwehren im Großeinsatz

Villach – Die heftigen Niederschläge der vergangenen Nacht haben den Pegelstand der Gail bei Villach über die fünfjährige Hochwassermarke steigen lassen. „Und am Vormittag ist mit noch mehr Wasser zu rechnen!“, berichtet Bürgermeister Günther Albel. „Unsere Feuerwehren haben die erforderlichen Schutzmaßnahmen sofort eingeleitet und stehen seit Stunden im Einsatz.“

 3 Minuten Lesezeit (445 Wörter) | Änderung am 12.12.2017 - 12:57

Update - 12. Dezember, 11.54 Uhr

DI Johannes Moser, Leiter der Hydrographie Abteilung des Landes Kärnten erklärt gegenüber 5 Minuten: „Generell kann man sagen, die Lage entspannt sich. Der Höchstwasserstand wurde schon erreicht, der Pegel sinkt wieder.“ Laut Moser ist die Gail gut ausgebaut, daher dürfte es auch zu keinen größeren Problemen kommen. Statistisch gesehen kommt ein solches Hochwasser alle zwei Jahre vor.

Wassermenge wird weiter steigen

Alle Hände voll zu tun haben die Kameradinnen und Kameraden der Villacher Feuerwehren seit den Nachtstunden: Die Gail führt derzeit eine Wassermenge von 420 Kubikmeter pro Sekunde, diese wird jedoch noch über 500 Kubikmeter ansteigen. „Vom oberen Lauf der Gail erwarten wir in den nächsten zwei bis drei Stunden noch beachtliche Wassermengen mehr“, hat sich Bürgermeister Günther Albel bei Bezirksfeuerwehrkommandanten Andreas Stroitz informiert. „Unsere Feuerwehren haben die erforderlichen Maßnahmen für den Hochwasserschutz in den südlichen Stadtteilen Maria Gail, Tschinowitsch und Turdanitsch unverzüglich eingeleitet.“

Bereitschaft für mögliche Murenabgänge

DI Josef Brunner, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung für die Sektion Kärnten meint: „Die Natur ist unberechenbar. Wenn es so wie jetzt regnet und der Regen zum Schnee noch dazukommt, ist natürlich mit höheren Wasserständen, vor allem bei den Wildbächen in unserer Region zu rechnen. Dadurch könnten in weiterer Folge Rutschungen oder Murenabgänge passieren“. Aber er gibt Entwarnung: „Bis jetzt ist uns noch nichts bekannt. Wir sind aber in Bereitschaft.“

Update:  Die Unterführung an der Gail-Brücke ist wegen Überflutung gesperrt worden. Ebenso die Fußgängerbrücke zwischen Erlendorf und Unterschütt – es herrscht Lebensgefahr!

Bürgermeister Albel: „Die Absperrungen und Barrieren sollten das Schlimmste verhindern.“

Die Fachleute sprechen von Werten eines fünfjährigen Hochwassers. Bürgermeister Günther Albel: „Die Absperrungen und Barrieren sollten das Schlimmste jedoch verhindern.“ In Maria Gail ist vor allem auch der Sportplatz von den Wassermassen betroffen – die Kantine musste in der Früh geräumt werden. „Laut Meteorologischer Zentralanstalt hört der Regen im Lesachtal jedoch bereits auf, was die Situation dann an der Gail in Villach entspannen dürfte“, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz. Auch in St. Niklas und in Vassach galt es in den vergangenen Stunden Keller nach Überflutungen auszupumpen. Bürgermeister Günther Albel dankt allen Einsatzkräften für ihre Hilfeleistung.

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