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Christbaumtransport

Falsch transportiert – bis 5.000 Euro Strafe

Klagenfurt/Villach – Am 24. Dezember steht er, schön geschmückt, fast in jedem österreichischen Haushalt: Der Christbaum. Doch der Transport zum Haushalt ist meist ein Hürdenlauf. Auch dieses Jahr warnt der ÖAMTC vor falschem Transportieren und erklärt wie es richtig geht und wie der Baum nicht zur Gefahr für sich und andere wird.

 4 Minuten Lesezeit (510 Wörter) | Änderung am 17.12.2017 - 12:54

Jedes Jahr vor Weihnachten stehen Hunderte Österreicher vor demselben Problem. Ein schöner, meist großer Christbaum soll es sein, doch wie bringt man „das Trum“ sicher nach Hause?

Baum wird zum Geschoss

„Crashtests zeigen, wie schnell ein Baum zum gefährlichen Geschoss werden kann“, unterstreicht ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Bei Tempo 50 flog der Baum – nur mit Expandern befestigt – über die Motorhaube nach vorne. „Ein Unfall im Straßenverkehr bedeutet, dass der Baum zu einer echten Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer wird“, warnt Kerbl. Der mit Spanngurten fixierte Baum blieb hingegen beim Crash auf dem Dach.

Das Video zeigt was bei einer unsachgemäßen Befestigung passiert:

Wie transportiert man sicher

Egal ob auf dem Autodach transportiert oder aber im Fahrzeuginneren, wer sicher gehen will, dass im Ernstfall möglichst nichts passiert, sollte sich folgende Tipps vom ÖAMTC zu Herzen nehmen:

  • Transport am Autodach: Der Baum bleibt in seinem Netz, die Spitze ragt nach hinten. Mit breiten, widerstandsfähigen Gewebebändern mit Metallverschluss wird der Baum am Dach montiert. „Ragt der Christbaum mehr als einen Meter über das Fahrzeug hinaus, muss er gekennzeichnet werden. Die dafür notwendige Tafel ist 25 x 40 cm groß, weiß mit fünf Zentimeter breitem, roten, rückstrahlenden Rand“, erklärt Kerbl. Bei Dunkelheit oder Dämmerung sind zusätzliche Beleuchtung und Reflektoren notwendig, damit die weihnachtliche Ladung gut erkennbar ist. Diese müssen weiß oder gelb sein, wenn sie nach vorne gerichtet, und rot, wenn sie nach hinten gerichtet sind.
  • Sicherer und sauberer Transport im Auto: „Auch im Auto sollte der Baum mit Spannbändern gesichert werden, er sollte zudem möglichst quer zur Fahrtrichtung gelagert werden. Der Lenker des Fahrzeuges darf in seiner Sicht auf keinen Fall eingeschränkt werden“, macht Kerbl aufmerksam. Außerdem ist zu beachten, dass Handbremse und Schalthebel problemlos zugänglich bleiben. Legt man eine Decke oder Plane unter, verhindert man, dass die Sitzpolster durch das Harz „verpickt“ werden.
  • Bleibt die Heckklappe während des Transports offen, müssen die Kennzeichen lesbar bleiben. Die Rückleuchten und Blinker dürfen auf keinen Fall verdeckt werden. Hilfreich dabei ist, die Heckklappe nach unten zu spannen. Auch hier wird empfohlen, Textilspanngurte zu verwenden. „Vorsicht: Bei geöffneter Heckklappe können Abgase in das Fahrzeuginnere gelangen, deshalb unbedingt das Fenster einen Spalt geöffnet lassen“, so der ÖAMTC-Experte.

Strafen bis zu 5.000 Euro

Wie jedes Ladegut im bzw. am Fahrzeug muss auch ein Christbaum vorschriftsmäßig gesichert werden. Ein Verstoß kann mit einer Strafe von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. „Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, weil sich zum Beispiel ein schlecht gesicherter Baum vom Fahrzeugdach löst und auf die Straße fällt, ist sogar eine Vormerkung im Führerscheinregister möglich“, warnt Kerbl.

Extra-Tipp

Ein Tipp für die Fahrer von Kleinstwagen: Sobald der Baum die Fahrzeuglänge um mehr als ein Viertel überragt, wird der Transport zur „Langgut-Fuhre“, unabhängig von der Ein-Meter-Grenze. Damit gilt auf Freilandstraßen ein Tempolimit von 50 km/h, auf Autobahnen und Autostraßen 70 km/h.

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