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Politik - Villach & Klagenfurt
Am 4. März wird der Landtag in Kärnten gewählt. Wer antritt und welche Ziele die einzelnen Parteien haben, erfahrt ihr hier. © Fotolia Christian Schwier #56466049

Übersicht über die Parteien:

Die Landtagswahl 2018

Kärnten – Die Landtagswahl 2018 steht vor der Tür. Am 4. März 2018 soll sich entscheiden, wer eines der 36 Mandate bekommt und wer leer ausgeht. Wir haben im Voraus alle wissenswerten Informationen für euch zusammengetragen, damit ihr top informiert ins neue Jahr starten könnt.

 7 Minuten Lesezeit (870 Wörter) | Änderung am 28.12.2017 - 22:04

Abschaffung des Proporzes

Im Juni 2017 beschloss der Kärntner Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition (SPÖ, ÖVP und Grüne) sowie des Teams Kärnten eine Reform der Landesverfassung und eine Abschaffung des Proporzes. Bis zur Landtagswahl 2018 stand den im Landtag vertretenen Parteien automatisch ein Regierungssitz zu, wenn sie bei den Landtagswahlen eine bestimmte Stärke erreicht haben. Nach der Wahl 2018 sollen nur noch jene Parteien vertreten sein, die sich auf eine Koalition einigen.

Die Parteien:

SPÖ:

Die Liste der Kandidaten zeigt deutlich, dass die SPÖ Kärnten modernisiert hat und mit der Wahl ihrer KandidatInnen über eine ausgewogene Mischung an Persönlichkeiten verfügt, die Kärnten sowohl in regionaler und gesellschaftlicher Hinsicht als auch in der Mischung zwischen Jugend und Erfahrung in seiner Vielfalt und Breite repräsentieren könnte. Wie bei den Sozialdemokraten üblich, wurden beide Geschlechter nach dem Reißverschlusssystem gleichwertig berücksichtigt. Spitzenkandidat der SPÖ ist Peter Kaiser.

ÖVP:

Christian Benger, Landesrat, wird Spitzenkandidat für die Landtagswahlen in Kärnten. Er führt die Liste vor Silvia Häusl-Benz und Markus Malle an. Auch hier wurde das Reißverschlusssystem angewandt. Sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten sind außerdem in den Regionen stark verwurzelt, das ist auch die Stärke der Kärntner Volkspartei: „Wir schöpfen unsere Kraft und Kompetenz aus den Gemeinden und Regionen.“

FPK:

Der Spitzenkandidat der FPÖ Kärnten ist Obmann Gernot Darmann. „Wir haben eine Kandidatenliste erstellt, die den Kärntnerinnen und Kärntnern Verlässlichkeit, Vertrauen, Verantwortung und Qualität signalisiert. Es sind alles Persönlichkeiten, die ein G’spür für Land und Leute haben“, so der FPÖ-Obmann. Hinter Darmann auf Platz zwei der Landesliste ist der Dritte Landtagspräsident Josef Lobnig gereiht, es folgen Klubobmann Christian Leyroutz, die Klubobfrau im Villacher Gemeinderat, Elisabeth Dieringer-Granza und Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein.

Liste FAIR:

„Wir sehen uns als neues politisches Angebot in Kärnten. Ziel ist es den Einzug zu schaffen und somit die Kontrollfunktion im Kärntner Landtag zu besetzen“, erklärt F.A.I.R. Obfrau und Spitzenkandidatin Marion Mitsche. Thematisch wird sich F.A.I.R. breiter aufstellen, neben Umwelt, Natur und Tierschutz, werden auch Wirtschaftsthemen und Soziale Gerechtigkeit eine wichtige Rolle spielen und sollen stark besetzt werden.

NEOS:

Markus Unterdorfer-Morgenstern ist Spitzenkandidat der Partei NEOS. Dabei stehen sie vor allem für freien Unternehmergeist, beste Bildung und gegen Korruption. Dabei steht für sie auch das Wohl späterer Generationen im Mittelpunkt. „Wir brauchen Politiker, die mit ihrer Aufgabe verantwortungsvoll umgehen – und die wir gegebenenfalls auch zur Verantwortung ziehen“, betont Unterdorfer-Morgenstern.

Die Grünen:

Rolf Holub wurde zum Spitzenkandidaten gewählt. Er betont: „Die Kärntner Politik braucht die Grünen. Einerseits als erneuernde Kraft, andererseits als wachsames Auge – Stichwort Hypo und Finanzen, aber auch zum Beispiel beim Tierschutz.“ Grüne Themen sieht Holub außerdem den Umwelt- und den Naturschutz, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen den Klimawandel. Holub stellt das Wahlziel klar: „Wir wollen in den Landtag einziehen und sind auch bereit, wieder mitzuregieren, sofern die Wählerinnen und Wähler entsprechend entscheiden.“

Team Kärnten:

Das ehemalige Team Stronach tritt als Team Kärnten zur Landtagswahl in Kärnten an. Spitzenkandidat des Team Kärnten ist Landesrat Gerhard Köfer, am zweiten Platz der Landesliste kandidiert der einzige noch verbliebene Landtagsabgeordnete Hartmut Prasch. Die Partei fungiere laut Köfer als Aufdecker, die zahlreiche Skandale aufgedeckt habe. Der Spitzenkandidat fordert eine technische Unversität, den Abbau von Bürokratie sowie eine bessere Organisation im Sicherheitsbereich. Sein Wahlversprechen sei, “dass ich nichts verspreche”.

Liste Pilz:

Die Liste Pilz möchte bei den Landtagswahlen im Frühjahr in Kärnten antreten. Die Partei sucht aber noch eine Gruppe, die man unterstützen könne. Mit der neu gegründeten Kärntner Liste F.A.I.R. möchte man jedoch nicht zusammenarbeiten. Klubobmann Kolba meint: „Ich muss gestehen, Kärnten ist die Aufgabe von Bruno Rossmann, der kommt aus Kärnten. Er hat dort Kontakte, ja. Ob das zu einer Kandidatur reicht, wird man sehen, keine Ahnung.“

BZÖ:

Vor wenigen Monaten sorgte das BZÖ für Aufsehen als Johanna Trodt-Limpl und Wilhelm Korak deren Legislaturperiode unter dem Namen „Interessengemeinschaft der freien Abgeordneten“ beendeten. Landesobmann Helmut Nikel möchte jedoch trotzdem zur Landtagswahl 2018 antreten. „Wir sind nicht tot. Es ist zu 99,9 Prozent fix, dass wir in den Wahlkampf ziehen. Wir wollen wieder zwei Landtagsabgeordnete stellen“, meint Nikel. Als Spitzenkandidat werde er selbst antreten.

Verantwortung Erde:

Auch die Bewegung „Verantwortung Erde“ möchte mit Spitzenkandidat Gerald Dobernig bei der Landtagswahl antreten. Um bei der Wahl antreten zu können werden ab Jänner 2018 Unterstützungserklärungen gesammelt. Je 100 pro Wahlkreis werden benötigt. Wenn diese Hürde geschafft ist, will die „Verantwortung Erde“ ihre Arbeit vor allem „auf den bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen setzen“ und „nachhaltiges und sinnvolles Handeln“ forcieren, so Sascha Jabali, Villacher Gemeinderat.

Wer am 4. März in den Landtag einziehen wird, steht noch in den Sternen. Bis dahin werden wir euch mit allen wichtigen Informationen rund um die Landtagswahl versorgen.

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