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Wirtschaft - Klagenfurt
© ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Aber zuerst in den Oman

Auf zum Mars!

Klagenfurt/Oman – Im Februar wird im Oman eine Mars-Mission simuliert. Die dortigen Wüsten ähneln in ihrer Beschaffenheit in vielerlei Hinsicht der Marsoberfläche und bieten den Forschern damit perfekte Bedingungen. Mit dabei: Ein Team der Alpen-Adria-Universität.

 2 Minuten Lesezeit (263 Wörter)

Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) unternimmt im Februar 2018 eine großangelegte Mars-Mission-Simulation in den Oman, um dort Feldforschung durchzuführen. Das Expertenteam um Stephan Weiss (Institut für Intelligente Systemtechnologien der AAU) wird im Oman die Drohnen-Navigation weiterentwickeln.

Kein GPS? Dieses Problem soll behoben werden.

„Luftfahrzeuge sind flink und wendig. Sie können fremde Umgebungen, beispielsweise auf dem Mars, schneller erforschen als Bodenroboter“, erklärt Stephan Weiss. Er räumt dabei aber ein: „Das Problem ist die Navigation solcher Drohnen, wenn kein GPS zur Verfügung steht.“ Er arbeitet daher gemeinsam mit seinem Team an der Weiterentwicklung einer kamerabasierten Navigation, die den Einsatz von Helikopter-Fluggeräten unter anderem bei Marsmissionen ermöglichen soll.

Wie das gehen soll? Stephan Weiss erläutert: „Es soll ausschließlich anhand der von der Bordkamera aufgenommenen Bilder und der systemeigenen Lageregelung im Gelände navigieren.“ Bei der Mission im Oman werden die von der Bordkamera aufgenommenen Bilder nach dem Einsatz des Fluggeräts mit Inertialdaten und GPS synchronisiert. So soll überprüft werden, ob die visuelle Positionsbestimmung des Fluggeräts funktioniert hat. „Dabei kommt der Multikopter zu unterschiedlichen Tageszeiten und in verschiedenen Landschaftsformationen zum Einsatz. Die gewonnenen Ergebnisse werden anschließend verglichen“, so Weiss.

Zahlreiche weitere Experimente geplant

Die Experimente werden im Rahmen der AMADEE-18-Mission des Österreichischen Weltraum Forum durchgeführt. Die Mission wird vom Mission Support Center in Innsbruck aus geleitet. Es werden Experimente aus den Bereichen Ingenieurstechnik, bemannte Erforschung von Planetenoberflächen, Astrobiologie, Geophysik/Geologie, Biowissenschaften und mehr durchgeführt. Die Mission dauert von 1. bis 28. Februar 2018.

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