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Wirtschaft - Villach
KR Hans Roth, Bürgermeister Günther Albel und Vizebürgermeisterin Dr. Petra Oberrauner
KR Hans Roth, Bürgermeister Günther Albel und Vizebürgermeisterin Dr. Petra Oberrauner © Stadt Villach, Oskar Höher

Saubermacher werden 10 Jahre alt

79 Mitarbeiter sorgen für Sauberkeit

Villach – Vor rund 10 Jahren haben die Villacher Saubermacher ihren Standort beim damals neu errichteten Altstoffsammelzentrum (ASZ) bezogen. Grund genug, eine Erfolgsbilanz zu ziehen und über künftige Schritte zu informieren.

 3 Minuten Lesezeit (458 Wörter)

Erfolgsmodell „PPP“

79 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bei den Saubermachern täglich im Einsatz. Als erste Gemeinde Kärntens fixierte Villach im Jahr 2001 die Kooperation mit dem privaten Abfallwirtschafts-Unternehmen „Saubermacher“ – seither läuft diese Zusammenarbeit unter dem Begriff „Public-Private-Partnership“. Das bedeutet, dass sowohl das private Unternehmen als auch die Stadt Villach jeweils mit 50 Prozent beteiligt sind. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit, die sich langfristig bewährt hat, wie der Bürgermeister erläutert. „Vor allem aus zwei Gründen profitieren wir von diesem Modell: Erstens ist die Kontrolle und Gestaltung der Abfallwirtschaft weiterhin in öffentlicher Hand. Zweitens kommt unserer Stadt die größere Leistungspalette eines Privatunternehmens zugute. Langfristig gesehen konnten auch sämtliche Vorbehalte gegen das Modell entkräftet werden.“

Qualität gewährleistet

Indem die Stadt die Rahmenbediengungen vorgibt, ist gewährleistet, dass die Entsorgung weiterhin nach höchsten Qualitätskriterien erfolgt. Gleichzeitig kann die Villacher Saubermacher GmbH und Co KG auch Dienstleistungen für Gewerbetreibende anbieten, von der Entsorgung bis hin zur Wertstoffverwertung. Die Mehreinnahmen, die das Unternehmen so erzielt, kommen wiederum den Bürgerinnen und Bürgern zugute. Konkret bieten die Saubermacher die Entsorgung von Gewerbemüll, Altholz und Bauschutt, Event-Service sowie die Herstellung von Qualitätserden und Rindendekor an.

Zukunftspläne

Für beide äußert sich der Erfolg der Kooperation auch in dem Umstand, dass die Mitarbeiterzahl seit Jahren steigt, aktuell sind es 79. In den kommenden drei Jahren wird übrigens weiter ausgebaut, rund eine Million Euro sollen in den Standort investiert werden. Außerdem wird die Zusammenarbeit zumindest bis Ende 2029 fortgeführt. „Damit fixieren wir auch für die kommenden Jahre eine gedeihliche Zusammenarbeit, von der schlussendlich vor allem die Villacherinnen und Villacher profitieren“, so der Bürgermeister.

Gelbe Tonne, Gelber Sack

Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr im Sammelsystem: Seit 1. Jänner haben die blauen Metallcontainer zum Sammeln von Metallverpackungen ausgedient, Metallverpackungen landen nun ausschließlich im Gelben Sack oder der Gelben Tonne. „Diese Entwicklung kommt einerseits den Bürgerinnen und Bürgern in Form von einem weiter optimierten und damit einfacheren Sammelsystem zugute. Andererseits profitiert durch weniger Sammelbewegungen und effizientere Sortiertechniken auch unsere Umwelt. Seitens der Stadt Villach nehmen wir das Thema Nachhaltigkeit sehr ernst, unsere Bemühungen betreffend Energieeffizienz wurden bereits mehrfach international ausgezeichnet.“

 

Daten & Fakten:

  • Der Anteil an Gewerbekunden liegt bei rund 57 Prozent.
  • Derzeit beschäftigt die Villach Saubermacher GmbH und Co KG 79 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Der Fuhrpark wird kontinuierlich modernisiert und umfasst derzeit 49 Fahrzeuge und Geräte.
  • Seit Februar 2008 hat die Saubermacher GmbH und Co KG ihren Standort beim ASZ.
  • Insgesamt wurden bisher rund 3,2 Millionen Euro in den Standort investiert, in den nächsten drei Jahren kommt eine Million Euro dazu.
  • Der Umsatz konnte seit 2001 auf rund 9,5 Millionen Euro verdoppelt werden.
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