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Sport - Klagenfurt
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Nach drei Niederlagen:

KAC will in Ungarn Trend umkehren

Klagenfurt – Nach drei Niederlagen am Stück reisen die Rotjacken am Sonntag gen Osten, um im Auswärtsspiel bei Fehérvár AV19 endgültig die Play-Off-Teilnahme zu fixieren.

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Nur einen Tag nach dem Heimspiel gegen den HC Innsbruck am Samstagnachmittag tritt der EC-KAC am Sonntagabend auswärts bei Fehérvár AV19 an. Die Begegnung mit den Roten Teufeln am 40. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga beginnt um 17.45 Uhr, Radio Kärnten berichtet ebenso live aus der Halle wie der Ticker auf kac.at.

Die Ausgangssituation

Die Rotjacken starteten sehr durchwachsen in das neue Kalenderjahr, vier der fünf in 2018 bislang ausgetragenen Partien gingen verloren. Erst am Samstag unterlagen die Klagenfurter vor eigenem Publikum trotz einer 3:0-Führung nach dem ersten Spielabschnitt dem HC Innsbruck mit 5:6 nach Penaltyschießen. Damit verlor der EC-KAC seinen dritten Tabellenplatz (aufgrund des schlechteren Torverhältnisses) an den punktegleichen EC Salzburg. Aus den verbleibenden fünf Runden der ersten
Grunddurchgangsphase in der EBEL benötigt die Mannschaft von Steve Walker und Christoph Brandner noch zwei Punkte, um sich auch rechnerisch fix für die Platzierungsrunde und damit die Play-Offs zu qualifizieren. Fehérvár AV19 empfängt den EC-KAC auf Tabellenrang zehn liegend, aktuell trennen die Ungarn, die bereits ein Spiel mehr als die Kroaten ausgetragen haben, fünf Punkte vom
Sechsten Medveščak Zagreb und damit einer Platzierung oberhalb des „Strichs“. Dass die Roten Teufel überhaupt noch die zarte Chance auf die Teilnahme an der oberen Gruppe der Zwischenrunde haben, liegt an der deutlichen Verbesserung ihrer Ergebnisse seit dem Anfang Dezember vollzogenen Trainerwechsel. Jüngst durchlebte Székesfehérvár jedoch wechselhafte Tage: Auf einen 4:1-Heimerfolg gegen die Graz 99ers folgte eine deutliche 2:7-Auswärtsniederlage in der Steiermark. Schon zuvor waren die Ungarn gegen Wien (1:5) und in Linz (3:6) deutlich auf verlorenem Posten.

Details zum Spiel

Bei seinem Comeback nach Verletzungspause vermochte Kevin Kapstad am Samstag sehr zu überzeugen: Der US-Amerikaner beendete sein erstes Spiel seit dem 22. Dezember mit einer herausragenden Plus/Minus-Bilanz von +4. Beim ersten Auswärtsauftritt in Székesfehérvár in der laufenden Spielzeit feierten die Rotjacken ihren höchsten Saisonsieg: Ende November gewannen sie in Ungarn mit 7:1, wobei sich gleich 13 verschiedene Spieler am Scoresheet verewigen konnten. In den bisher drei Saisonbegegnungen mit Fehérvár AV19 holte der EC-KAC (bei 14:2 Toren) das Maximum von neun Zählern. Gleich vier Spieler der Rotjacken – Mitja Robar, Julian Talbot, Patrick Harand und Jamie Lundmark – punkteten in jeder Begegnung mit den Ungarn, in der sie eingesetzt wurden. Fehérvár AV19 und der EC-KAC standen sich seit dem EBEL-Einstieg der Roten Teufel (2007) bislang 55 Mal gegenüber, gleich 41 dieser Duelle (also mit 74,5 Prozent nahezu drei Viertel der Konfrontationen) endete mit einem Sieg für die jeweils gastgebende Mannschaft. In der laufenden Saison kassierte Rot-Weiß in 142:16 Even Strength-Spielminuten gegen Fehérvár AV19 noch kein einziges Gegentor (während man im gleichen Zeitraum selbst elf Treffer erzielte). Im Heimspiel gegen den HC Innsbruck am Samstagnachmittag (5:6 nach Penaltyschießen) erzielte Thomas Koch das zwischenzeitliche 3:0 für die Rotjacken. Es war dies der 300. Treffer des Mittelstürmers in der höchsten Spielklasse Österreichs, 169 davon gelangen ihm im Trikot des EC-KAC.

Der Gegner

Fehérvár AV19 startete sehr durchwachsen in seine elfte Saison in der Erste Bank Eishockey Liga: An den ersten 15 Spieltagen konnte man lediglich fünf Siege feiern. Als auf ein kurzes Zwischenhoch in der ersten Novemberhälfte wieder eine schwächere zweite Monatshälfte folgte, entband man Head Coach Benoît Laporte von seinen Aufgaben, um ihn wenig später durch Hannu Järvenpää zu ersetzen. Der von den Ungarn erhoffte Trainereffekt stellte sich ein, unter der Führung des Finnen sammelten die Roten Teufel bislang exakt 1,50 Punkte pro Partie, was einer Steigerung von knapp 30 Prozent gegenüber den ersten 25 Runden entspricht. Allerdings ist Székesfehérvár nach wie vor jene Mannschaft in der EBEL, die die wenigsten Treffer erzielt (2,44 pro Spiel) und gleichzeitig auch (gemeinsam mit Znojmo, jeweils 3,38 pro Begegnung) die meisten Gegentore kassiert. Deutlich bester Scorer (33 Punkte) und auch Torjäger (18 Treffer) im Kader der Ungarn ist János Hári. Der Nationalspieler, der nahezu seine gesamte bisherige Junioren- und Seniorenkarriere in Schweden verbrachte, wechselte erst Ende September in seine Heimat, nachdem er zum Abschluss der Pre-Season bei der Düsseldorfer EG in der DEL freigesetzt wurde. Ein ähnliches Schicksal erlitt (in Krefeld) Verteidiger Antonin Manavian, der nach einem kurzen Abstecher in seine französische Heimat ein zweites Mal bei Fehérvár AV19 anheuerte. Seine bislang neun Saisontreffer sind der dritthöchste Wert eines EBEL-Abwehrspielers hinter Michael Boivin (Zagreb) und Ryan McKiernan (Wien). Wesentlichen Anteil an der Steigerung Székesfehérvárs gegenüber den ersten Wochen der Spielzeit hat auch der nachverpflichtete Goalie Mac Carruth: Er blieb bei immerhin 14 seiner 25 Starts siegreich, wurde zuletzt im Auswärtsspiel in Graz am Freitagabend (2:7) jedoch vorzeitig ausgewechselt. In Ungarn hatte der EC-KAC historisch betrachtet häufig einen schweren Stand: Die Rotjacken verloren seit 2007 insgesamt 18 ihrer 27 Gastspiele bei Fehérvár AV19, darunter auch sechs der letzten acht Partien. Die beiden rot-weißen Auswärtserfolge in diesem Zeitraum waren jedoch bemerkenswerte: Am 16. Februar 2016 sicherte sich der EC-KAC mit einem 5:4-Erfolg (nach 0:4-Rückstand) die Play-Off-Qualifikation und beim ersten Saisonduell auf ungarischem Eis in der laufenden Spielzeit feierten die Klagenfurter (am21. November 2017) ihren bislang höchsten Saisonsieg (7:1).

Die Aufstellung

Bei den Rotjacken sind gegenüber dem Heimspiel gegen Innsbruck am Samstag für die Partie in Székesfehérvár am Sonntag keine gravierenden personellen Änderungen zu erwarten. Möglich ist ein Switch auf der Backup-Position, wo Jakob Holzer Florian Vorauer ersetzen könnte. Tomáš Duba (krank) sowie Thomas Hundertpfund und Matthew Neal (beide verletzt) fehlen dem EC-KAC unverändert.

Das sagt Stürmer Harand

„Ich denke, dass wir im Spiel gegen Innsbruck offensiv sehr ansehnlich gespielt haben. Jede der vier neuformierten Linien konnte kontinuierlich Chancen kreieren und Gefahr erzeugen. Defizite gab es allerdings in der Rückwärtsbewegung und im Verhalten in der eigenen Zone im Allgemeinen. Unser Fokus für die Partie in Székesfehérvár muss sich also darauf richten, hinten wieder jene Stabilität zu erreichen, die uns über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hat. In jedem Fall reisen wir nach Ungarn, um den vierten Sieg im vierten Duell heuer einzufahren, möglich wird dieser aber nur, wenn wir fokussiert und kompakt zur Tat schreiten.“ (Patrick Harand, Stürmer EC-KAC)

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