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Politik - Klagenfurt
Die Forderung der Wiedereröffnung der Polizeiinspektion am Klagenfurter Hauptbahnhof sorgt bei SPÖ und FPÖ für Wirbel. © KK

SPÖ kritisiert FPÖ und umgekehrt:

Bahnhofspolizei sorgt für politischen Wirbel

Klagenfurt – Der Klagenfurter Hauptbahnhof ist einer der meist frequentierten Orte Kärntens. Umso mehr Wirbel verursachte 2014 die Schließung der Polizeiinspektion an diesem Klagenfurter Hot-Spot. Seit Jahren wird daher eine Wiedereröffnung der Polizeistation gefordert. Diese Woche kam jedoch die Absage vom neuen Innenminister Kickl. Die SPÖ reagierte umgehend darauf. Laut FPÖ sei jedoch weiterhin alles offen.

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Für den neuen FP-Innenminister Herbert Kickl ist der Polizeischutz in Österreich anscheinend ein großes Thema. 2.000 zusätzliche Polizisten möchte er in Zukunft in Österreich einsetzen. Aufgrund dieser Ankündigung wagte man seitens der SPÖ einen Vorstoß, um die Polizeiinspektion am Klagenfurter Hauptbahnhof wieder zu eröffnen. Leider vergebens. Auch die FPÖ meldete sich mittels Presseaussendung zu dem Thema zu Wort, kritisiert darin jedoch die SPÖ und möchte selbst dafür sorgen, die Polizeistation wieder zu eröffnen.

Mehr Bevölkerungsschutz für Kärnten?

Die von der „(…) FPÖ Kärnten großspurig versprochenen Verstärkung der Polizeiinspektionen in Kärnten hat (…) Innenminister Herbert Kickl umgehend wieder eine Absage erteilt. Denn der Antrag seitens des Klagenfurter Stadtsenats zur Wiedereröffnung der Polizeiinspektion am Klagenfurter Hauptbahnhof wurde vom Innenministerium kurzerhand abgeschmettert“, ärgert sich SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser in einer Presseaussendung. „Mehr Bevölkerungsschutz für Kärnten? Fehlanzeige!“

„Für die SPÖ ist dieser Abbau beim Bevölkerungsschutz nicht hinnehmbar. Mit Landeshauptmann Peter Kaiser fordern wir darum schon lange 300 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten für Kärnten. Wir stellen uns nicht nur schützend vor die Kärntnerinnen und Kärntner, sondern auch vor alle Polizeibeamten in Kärnten, die Unverzichtbares für unser Land leisten und mit hoher Arbeitsbelastung zu kämpfen haben. Sie mit einer raschen Personalaufstockung ehestmöglich zu entlasten und die Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten zu verstärken, ist für das Wohl des gesamten Landes unabdingbar“, schließt Seiser.

SPÖ für Schließung verantwortlich

Nachdem die SPÖ FP-Innenminister Kickl kritisierte, reagierte der Kärntner FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz auf die Vorgehensweise der sozialdemokratischen Partei. Leyroutz sieht in der Presseaussendung der SPÖ nur einen weiteren Fall von uneriöser Politik. Zum einen sei die Polizeiinspektion am Klagenfurter Hauptbahnhof erst durch die Handlungen der SPÖ Bundeskanzler Faymann und Kern und durch Landeshauptmann Kaiser geschlossen worden. Andererseits sei auch die angebliche Absage seitens Innenminister Kickl noch nicht bestätigt. „Tatsache ist, dass der neue Innenminister Herbert Kickl in Sachen Polizeiinspektion am Klagenfurter Hauptbahnhof noch keine Entscheidung getroffen hat, sondern der Fall von ihm erst eingehend geprüft wird“, betont Leyroutz. „FPÖ-Obmann Landesrat Gernot Darmann werde auch dieses Thema bei einem persönlichen Gespräch mit Innenminister Kickl kommende Woche erörtern“, heißt es in der Presseaussendung der FPÖ. „Wenn jemand dafür sorgen könne, dass ein Polizeiposten wieder aufgesperrt wird, dann seien es die Freiheitlichen“, so Leyroutz.

 

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