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Wirtschaft - Villach & Klagenfurt
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Automobilzubehör & Co.

Forstinger schlittert in Insolvenz

Villach/Klagenfurt – Die Forstinger Österreich GmbH ist insolvent. Der bekannte und größte Einzelhändler Österreichs für Automobilzubehör, Zweirad und Zweiradzubehör hat 108 Filialstandorte - u.a. 1x in Villach und 3x in Klagenfurt.

Bei Insolvenzeröffnung waren im Unternehmen 823 Dienstnehmer beschäftigt, berichtet der AKV. Die Löhne und Gehälter wurden bis einschließlich Dezember 2017 bezahlt. Vom zuständigen Landesgericht St. Pölten wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Umsatzeinbruch ein Grund für Insolvenz

Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird vom Unternehmen einerseits auf die nicht marktkonformen, hohen Mietzinse von einigen Filialen sowie auf die Umsatzeinbrüche der Wintersaisonware und den damit zusammenhängenden unerwarteten Umsatzrückgängen zurückgeführt. Restrukturierungsmaßnahmen wie insbesondere die Schließung von Filialen sind geplant.

Forstinger hat in den letzten zwei Jahren wichtige Restrukturierungsschritte gesetzt wie die Verlagerung und Verkleinerung der Zentrale, die Optimierung des Online-Shops und die Neuausrichtung des Sortiments. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Umsätze stabilisiert, mehrere neue Sortimentsgruppen wuchsen sogar zweistellig. Kostenseitig konnten aber aufgrund der Altmietverträge und Altlieferantenverträge die entsprechend notwendigen Einsparungen nicht ausreichend umgesetzt werden. Zusätzlich  brachen im Jänner wetterbedingt die Umsätze bei Saisonware wie Starterbatterien und anderen Winterartikeln bis zu 70 % ein“, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens.

Verbindlichkeiten über 31,22 Millionen Euro

Laut vorgelegten Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren rund 350 Gläubiger sowie eine unbekannte Anzahl an nicht namentlich bekannten Gutscheingläubigern mit Gesamtverbindlichkeiten von rund 31,22 Mio. Euro betroffen.

Das Unternehmen soll fortgeführt und über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Der eingereichte Sanierungsplan sieht die Fortführung des Unternehmens bei Schließung von bis zu 15 der 108 Filialen vor. Bis auf weiteres können Kunden in allen Filialen und Werkstätten einkaufen.

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