Zum Thema:

16.09.2018 - 09:00Essbar oder giftig?09.09.2018 - 14:54Auf zum Treffner Jahres­kirchtag12.08.2018 - 18:5420-Meter-Sturz: Mann schwer verletzt10.08.2018 - 16:29Fahrerflucht nach schwerem Motorradunfall
Leute - Villach
© KK

Ortenfelshütte

Wald-Erlebnis für Jugendliche

Treffen/Ortenfelshütte – Die Natur bewusst erfahren und aus ihr lernen, mit einer Gruppe arbeiten und dabei die eigene Persönlichkeit entdecken, soziale Kompetenzen entwickeln und in den Alltag mit einfließen lassen - das sind die Kernthemen des Projektes Wald-Erlebnis Ortenfelshütte.

 4 Minuten Lesezeit (513 Wörter) | Änderung am 02.02.2018 - 10:01

Das erlebnispädagogische Konzept der Diakonie de La Tour, Hütteneigner und Projektinitiator, verspricht ein innovatives und modernes Betreuungsangebot, um auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen adäquat einzugehen. Der Begriff Erlebnispädagogik lässt sich dabei als eine handlungsorientierte Methode definieren, die alle Aktivitäten umfasst welche die Natur, Abenteuer, Spiele und Initiativen als Medium benutzen, um ein erzieherisches, weiterbildendes, entwicklungsförderndes oder therapeutisches Ziel zu erreichen.

Wald als Lernraum

Im konkreten Projekt wird der Wald als Erholungs – und Lernraum genutzt, um einen mit allen Sinnen erfahrbaren, spielerischen Zugang zur Natur zu schaffen. Kinder und Jugendliche sollen dadurch, individuell und in der Gruppe, soziale Kompetenzen aufbauen und die Möglichkeit erhalten ihre Persönlichkeiten zu entfalten. „Was wollen wir unseren Kindern auf ihrem Lebensweg mitgeben? Die Antworten dazu sind variantenreich und differenziert, doch ich glaube, auf drei Nenner kann man sich schnell einigen: Behütetes Aufwachsen und Leben, Selbstvertrauen und Eigenständigkeit. Kinder, die sich selbst vertrauen und an sich glauben, gehen mit offenen Augen durch das Leben und machen uns zuversichtlich, dass sie in unserer Welt auch gut zurechtkommen“, so Landeshauptmann Peter Kaiser zum Betreuungskonzept der Diakonie. „Neben bester Bildung wollen wir Kindern und Jugendlichen auch die beste Erholung anbieten“, betonte Kaiser. „Outdoor, – und Sportaktivitäten fördern geistige und körperliche Regeneration und sind ein daher ein immens wichtiger Gegenpol zu den Belastungen des Alltags.“

Naturerlebnis für alle

Die Ortenfelshütte, fußläufig in kürzester Zeit vom Ortszentrum Treffen bzw. vom Haus Herrnhilf (einem sozialpädagogischen Wohnkonzept der Diakonie für Kinder und Jugendliche) aus erreichbar, wird in der ersten Umsetzungsphase des Projektes generalsaniert, da der bauliche Zustand der Hütte derzeit keine Nutzung erlaubt. Anschließend wird das umliegende Areal umgebaut, um einen Naturerlebnisraum für erlebnispädagogische Einzel- und Gruppenmaßnahmen zu schaffen. Diese beinhalten neben kreativen Spielen und Walderlebnistagen auch den kulturellen Austausch zwischen jugendlichen Flüchtlingen und einheimischen Kindern und Jugendlichen, zur Förderung von Integration und Inklusion. Als Ergänzung zu den erlebnispädagogischen Maßnahmen im Bereich der Hütte, ist die Errichtung eines spirituellen Waldweges für alle Sinne geplant. Die Angebote der Hütte und Umgebung werden in weiterer Folge nicht nur für Aktivitäten der Diakonie genutzt, sondern sollen auch externen Interessenten zur Verfügung stehen. All diese Agenden und Möglichkeiten werden auch durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit publiziert.

LEADER-Förderung

„Für Projekte wie dieses, wurden die LEADER-Regionalförderungen ins Leben gerufen“, zeigt sich Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig erfreut. Die von Bund, Land und Europäischer Union ins Leben gerufene Förderung zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes, hat sich schon des Öfteren als hervorragendes, unbürokratisches und unkompliziertes Instrument zur Gestaltung des ländlichen Raums erwiesen und kommt auch bei diesem Projekt wieder zum Einsatz. Im konkreten Fall werden rund 47.000 Euro aus einer Leader-Förderung beigesteuert, bei Gesamtprojektkosten von rund 73.000 Euro. „Wir fördern, was wir fordern: Kärnten zum kinderfreundlichsten Bundesland Österreichs zu gestalten, egal ob in der Stadt oder auf dem Land“, so Schaunig.

Kommentare laden