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Rassismus bei Stadtgerücht?

Rassismus­vorwurf: Darf Fasching alles?

Klagenfurt – Das Klagenfurter Stadtgerücht erfreut sich großer Beliebtheit und ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des Klagenfurter Faschings. Dieses Jahr waren jedoch nicht alle Zuseher von den Auftritten und Pointen begeistert. Das "Meinungsmedium" derFreitag löst eine Diskussion aus.

 2 Minuten Lesezeit (313 Wörter)

Begonnen hat die Diskussion um die vermeintlich rassistischen Beiträge des „Klagenfurter Stadtgerüchts“ bereits gestern, dem 9. Februar 2018, auf dem deutschen „Meinungsmedium“ derFreitag. Autor Karsten Krampitz kritisiert dort vermeintlich rassistische Pointen unter dem Titel „Pointen für den Arsch“. Sofort wurde der Beitrag auf Twitter rege diskutiert und von weiteren Medien sowie prominenten Persönlichkeiten übernommen. Selbst Armin Wolf, ORF-Moderator und Twitter-Meinungsmacher, ließ sich zu einem Retweet hinreisen.

Bombenpläne am Caritas-Handy

Für Schlagzeilen und Reaktionen sorgte der Beitrag „Unsere Migrationsklasse“. Von einem Inder, der von zuhause auf dem Rücken eines Tigers geflüchtet war und letztendlich in Österreich mit der Limousine herumkutschiert wird, dem Afrikaner, der Angst vor Booten hat, oder dem Syrer, der sich nicht auf den Unterricht konzentriert, weil er gerade mit seinem neuem Caritas-Handy Bombenpläne googelt. Kaum ein Vorurteil über Flüchtlinge wurde in der „Migrationsklasse“ ausgelassen. Gekrönt wurde der Sketch noch vom, im Gesicht schwarz angemalten, „afrikanischen“ Hausmeister, der die Migrationsklasse störte.

Pointenfeuerwerk oder Rassismus?

Insgesamt erntete das heurige Klagenfurter Stadtgerücht viel Lob. Diverse Medien sprachen sogar von einem Pointenfeuerwerk. Sowohl derFreitag als auch Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner stehen dem Abend jedoch äußerst kritisch gegenüber. So hätte man sich bei der „Migrationsklasse“ mit Pointen auf Kosten der Flüchtlinge amüsiert und sich längst widerlegter Vorurteile bedient. Für den Caritas-Generalsekretär „Driftet der Klagenfurter Fasching ab in den Rassismus“.

„Keiner aus unserem Verein vertritt rechtes Gedankengut.“, meint Willi Noll, Chef der Klagenfurter Stadtrichter. „Viele die sich über diese Nummer empören, hätten diese nicht einmal live gesehen.“

Übrigens. Heute um 20 Uhr findet die 12. und letzte Sitzung statt. Die Premiere war am 11. Januar 2018.

Zur Person

Karsten Krampitz ist Schriftsteller und hat 2009 den Publikumspreis des Bachmannwettbewerbs gewonnen.

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Artikel derFreitag
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