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Fastenzeit

40 Tage ohne?

Villach/Klagenfurt – Der gestrige Aschermittwoch war wie jedes Jahr der Auftakt zur 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern. Da er aber dieses Jahr mit dem Valentinstag, dem 14. Feber, zusammenfiel, geht wahrscheinllich das Fasten für die meisten erst am heutigen Donnerstag los. Worauf man verzichtet ist heutzutage sehr unterschiedlich. Hier die geschichtlichen Hintergründe und neuzeitlichen Trends.

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Die Fastenzeit, heuer von 14. Februar bis 31. März, wird von vielen Menschen zum Anlass genommen einen Gang zurückzuschalten und sowohl körperlich als auch geistig wieder zur eigenen Mitte zu finden. 

Fasten mehr als Fleischverzicht

Verzicht bedeutet für jeden etwas anderes. Deswegen dreht sich die Fastenzeit heutzutage schon langen nicht mehr nur ums „Nicht“-Essen. Und selbst beim „Nicht“-Essen/Trinken gibt es Unterschiede. Manche verzichten traditionell auf Fleisch, andere auf Süßigkeiten und wieder anderen auf Kohlenhydrate oder Alkohol. Fastentrends gehen aber durchaus weiter. So verzichten einige auch auf Auto, Internet und Handy – sofern es sich mit unserer digitalisierten Welt vereinbaren lässt. Wieder andere verzichten auf Fernseher, Videospiele und sogar Musik. Egal wie oder worauf man verzichtet. Ein Ergebnis bleibt immer gleich: man schätzt ein wenig mehr was man hat und geht vielleicht dann bewusster mit manchen Ressourcen um.

Kirchlicher Hintergrund

Mit dem 1. Fastensonntag beginnt die 40-tägige Bußzeit als Vorbereitung auf Ostern, welches als das höchste Fest im Kirchenjahr gilt, repräsentiert es doch die Auferstehung Christi. Im zweiten war diesee Brauch noch auf ein zweitägiges Trauerfasten beschränkt. Jedoch bereits zwei Jahrhunderte später war es fester Brauch, sich 40 Tage auf das Hochfest von Ostern vorzubereiten. Abgeleitet sind die 40 Tage von der Bibel, wo Jesus Christus eine 40-tägige Zeit des Betens und Fastens in der Wüste auf sich nahm, um die Verwandlung durch seine Taufe zu „vollenden“.

Wer die Fastenzeit durchhält erfreut sich zu Ostern ganz besonders an den Köstlichkeiten.

Wer die Fastenzeit durchhält erfreut sich zu Ostern ganz besonders an den Köstlichkeiten. - © fotolia #191356069

Weil früher jedoch an Sonntagen nicht gefastet wurde, werden diese auch heute nicht bei der Zählung der 40 Tage berücksichtigt –  „Cheat Day“ in der Fastenzeit, sozusagen.

In Kärnten die meisten Fastentücher

Bereits seit über 1000 Jahren ist es auch kirchlicher Brauch das Altarbild in der Kirche am Aschermittwoch, der ja den Beginn der Fastenzeit darstellt, mit einem einem Fastentuch zu verhüllen. Die Fastentücher sollen mit ihrer biblischen Bilderfolge auf Ostern einstimmen. Mehr als die Hälfte der österreichweit erhaltenen Fastentücher befindet sich in Kärntner Pfarren.

Fastentücher

Das älteste Fastentuch stammt aus dem Jahr 1458, befindet sich im Dom zu Gurk und ist auch das größte in Österreich. HIER geht’s zu den Kärntner Fastentüchern.

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