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Volleyballtrainer verurteilt

Jüngstes Missbrauchs-Opfer: 6 Jahre

Klagenfurt – Heute, am Mittwoch den 14. März, wurde ein ehemaliger Volleyballtrainer am Straflandesgericht Wien zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Täter soll 16 Jahre lang regelmäßig junge Mädchen missbraucht haben. Dies geschah auch im Sommer 2016 beim Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt, woraufhin von Zeuginnen Anzeige erstattet wurde. 

 1 Minuten Lesezeit (209 Wörter) | Änderung am 14.03.2018 - 18:05

Der Angeklagte hatte sich in den Jahren 2000 bis 2016 an sechs unmündigen Mädchen vergriffen und wurde nun zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Sein jüngstes Opfer war seine sechsjährige Enkelin. Da sich der Angeklagte umfassend geständig zeigte und es nie zum tatsächlichem Geschlechtsverkehr mit den minderjährigen Opfern kam, fiel die Strafe vergleichsweise mild aus.

Missbrauchshandlungen & kinderpornografisches Material

Die finstere Tat kam im Sommer 2016 beim Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt ans Licht. Portugiesische Spielerinnen konnten dort beobachteten, wie der Mann sich an einem 11-jährigen Kind vergriff. Daraufhin erstatteten die Zeuginnen sofort Anzeige. Auch in der Wohnung des ehemaligen Volleyballtrainers und in diversen Trainingslagern soll es zu mehreren Missbrauchshandlungen gekommen sein. Die Festnahme erfolgte dann im Mai 2017, seitdem sitzt er in U-Haft. In dieser Zeit kam es auch zu einer Hausdurchsuchung, bei der kinderpornografisches Material gefunden wurde. Der Verdacht liegt nahe, dass der Täter dies teilweise selbst hergestellt hatte.

ÖVV zieht Konsequenzen

Der Österreichische Volleyballverband (ÖVV) zieht nun Konsequenzen. Seitdem der Fall bekannt wurde, müssen ehrenamtliche Trainer nun ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, bevor sie ihrer Tätigkeit als Trainer nachgehen dürfen. Die Kinderschutzeinrichtung die möwe gilt als Anlaufstelle für Betroffene und bietet Beratungen und Schulungen zum Thema an.

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