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23.04.2018 - 14:55Fachtagung zur Zukunft der „Smart City“08.09.2017 - 18:15900 neue Wohnungen für Klagenfurt
Politik - Klagenfurt
Hier wird das Projekt entstehen
Hier wird das Projekt entstehen © 5min.at

Reicht ein Parkplatz pro Wohneinheit?

Chaos in der Smart City?

Klagenfurt – Die Stadt Klagenfurt ist bestrebt, sich zu einer sogenannten "Smart City" zu entwickeln. So wird auch das neue Siedlungsgebiet in Klagenfurt-Harbach - bis zu 1.000 geförderte Wohneinheiten sind hier geplant - unter speziellen Kriterien entstehen. Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und Gemeinschaftlichkeit soll das neue Wohnprojekt vereinen. FPÖ-Stadtrat Wolfgang Germ äußert jedoch Bedenken bei der Parkplatzsituation.

 2 Minuten Lesezeit (319 Wörter) | Änderung am 16.03.2018 - 08:42

Kein reines Wohnquartier, keine Aneinanderreihung von Wohnblöcken – im Osten von Klagenfurt soll auf elf Hektar Grund ein zukunftsweisendes Wohnprojekt mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und Gemeinschaftlichkeit entstehen. Bis zu 1.000 geförderte Wohnungen werden bis zum Jahr 2030 neuen Wohnraum schaffen.

Germ: „Chaos vorprogrammiert“

Ein Schwerpunkt dieses Konzepts ist, dass es pro Wohneinheit nur einen Tiefgaragen-Platz geben wird, so Germ. Oberirdische Parkflächen seien nur am Rand der Siedlung für Besucher vorgesehen. „Im Sinne des Umweltgedankens klingt dieser Vorschlag gut, jedoch ist er in der Praxis nicht umsetzbar“, sagt Germ. Die Praxis zeige, dass die meisten Familien aus beruflichen Gründen etc. im Besitz von zwei Autos seien. „Da nun das Mobilitätskonzept für den neuen Stadtteil Harbach in Klagenfurt auf dem Tisch liegt, sollte diese Kritik ernst genommen werden. Eine Änderung der verkehrsmäßigen Planung wäre angebracht, ansonsten ist ein Parkplatzchaos vorprogrammiert“, meint Germ.

Smart-City, was bedeutet das für Harbach?

Ziel ist die Einbindung der Wohnanlage in Klagenfurt-Harbach in das Smart-City-Konzept der Stadt. „Das heißt, eine Busanbindung alle fünfzehn Minuten, eine Tankstelle für Elektroautos, eine Next Bike Station, wie sie anderorts in Klagenfurt bereits zu finden sind. Das heißt aber vor allem die sinnvolle und effektive Nutzung der Aufschließungswege, den Lückenschluss im Radweg entlang der Glan – kurz den Ausbau der Wohnlage als Mobilitätsknotenpunkt der Stadt“, so Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und sie führte weiter aus: „Harbach 2020 ist ein richtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft und ökologisch, ökonomisch sinnvolle Wohnformen, ohne Komfortverlust.“

Das Land Kärnten, die Stadt Klagenfurt, die Vorstädtische Kleinsiedlung, der Landeswohnbau Kärnten als Bauträger und die Diakonie de La Tour realisieren gemeinsam das Konzept der Stadtentwicklung. Unterschiedliche Generationen und unterschiedliche Einkommensschichten sollen hier gemeinsam leben.

PKW-Dichte in Kärnten

In Kärnten gibt es laut Statistik Austria 632 PKW pro tausend Einwohner.

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