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WC-Diskussion im Gemeinderat

Villach – In der heutigen Villacher Gemeinderatsitzung füllte das WC-Thema wieder einen großen Teil der Zeit aus. Gleich drei WC-Themen standen heute auf der Tagesordnung. Alle wurden abgelehnt. Jede Seite hatte ihre Argumente. Auch Sascha Jabali (ERDE) sein Antrag über ein WC am Hauptplatz wurde abgelehnt. Ein Gemeinderatsmitglied betitelte die WC-Diskussion als unwürdig. Mag. Elisabeth Dieringer-Granza forderte sogar eine Diskussionspause in der Sache.

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„Es gehört zu den Grundbedürfnissen und genau deswegen bewegt das Thema immer wieder Bürger dieser Stadt. Von der zuständigen Referentin Vizebürgermeisterin Oberrauner bzw. Stadtrat Sobe hieß es entweder fixe Einrichtungen oder gar keine“, so Katharina Spanring in einer Aussendung direkt nach der Ablehnung der Anträge im heutigen Gemeinderat.

Argumente von allen Seiten

Bei einem war man sich einig, fixe Einrichtungen kosten mit ca. 120.000 Euro viel Geld. Es wären jedoch, laut Spanring: „Auch absolut hygienische mobile Einrichtungen vorstellbar welche 100% geruchsneutral sind und autark arbeiten.“ Diese würden laut der Stadträtin allen Auflagen zu einem Preis von 15.000 Euro gerecht und seien bereits in vielen Gemeinden, Städten und Nationalparks im Einsatz. Stadtrat Sobe argumentiere jedoch, dass die Stadt Villach einen gewissen Mindeststandard halten muss und darum nicht ein WC-Light aufstellen könnte. Er wäre jedoch für neue Ideen offen und würde sich die Light-Variante gerne ansehen. Auch Bürgermeister Albel stimmte dem zu und befürchtete, dass die Light-WCs in Zukunft zu vollwertigen umgebaut werden müssten und somit erst wieder weitere Kosten verursachen würden.

Grundproblem bei der WC-Problematik sei jedoch, laut Sobe, dass es viele Stellen in Villach gebe wo ein WC gewünscht wird. Aus finanziellen Gründen könne man jedoch nicht jedem Wunsch nachkommen. Katharina Spanring meint jedoch: „Bei einem Budget von über 200 Millionen Euro hätte man wenigstens auf die Bitte des Versuches mittels einem Exemplar an einem Ort zu versuchen, eingehen können.“

Auch „Sanierung“ abgelehnt

„An neuralgischen Punkten wie am Willroiderparkplatz, Parkplatz Heiligengeist zum Naturpark Dobratsch, der Waldfriedhof St. Martin sind solche Orte wo es öffentliche Einrichtungen benötigt zum Wohle der Villacher Bevölkerung“, fordert Spanring jedoch weiter. Weiters hätten die WC-Anlagen im Stadtpark „saniert“ und mittels Wickeltisch erweitert werden sollen. Auch dies wurde abgelehnt. Sobe störte auch die Verwendung des Wortes „saniert“. Denn dies impliziert einen schlechten Zustand des WCs. Dies sei laut Sobe nicht der Fall. Die Villacher WCs sind, laut SPÖ, in meist einwandfreiem Zustand. Darum sei der Antrag nicht nötig.

Kein WC am Hauptplatz

Auch Sascha Jabali (ERDE) sein Antrag über ein WC am Hauptplatz wurde abgelehnt, er wolle den Hauptplatz zu einer konsumfreien Zone entwickeln. Aktuell müsse man in ein Fast-Food-Restaurant ausweichen um sein Geschäft zu verrichten. Argumentiert wurde von Stadtrat Sobe mit vier WCs in Reichweite rund um den Platz. Die Stadt habe dort auch keine Liegenschaften. Auch Behinderten-WCs werden nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, wie Stadtrat Pober vorschlug.

Dringlichkeitsanträge

Die Dringlichkeitsanträge „Ersatzparkplätze am KJP während des Umbaus der Draulände“ (laut Sobe nur 10 Parkplätze betroffen) und „Summertime“ (Kostengründe), beide ÖVP, wurden abgelehnt. Ebenso der Dringlichkeitsantrag „Schriftliche Anfragen und Anträge“. Der Dringlichkeitsantrag zur Resolution an die Bundesregierung zur Abschaffung der AUVA, eingebracht von Grünen und SPÖ, wurde ebenfalls abgelehnt.

Radfahr-Verbot am Hauptplatz

Das Radfahr-Verbot könnte 2019 fallen. Bürgermeister Albel könnte sich einen Testbetrieb vorstellen.

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