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Stadttheater Klagenfurt

Iwanow beschließt Spielzeit 2017/18

Klagenfurt – Als letzte Produktion in der Spielzeit 2017/18 hatte gestern, Donnerstag, Iwanow, eine Komödie von Anton Tschechow, am Stadttheater Klagenfurt Premiere.

 3 Minuten Lesezeit (375 Wörter)

Iwanow ist unter anderem eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen. Intendant Florian Scholz hat in der Spielsaison 2017/18 auf mehrere Koproduktionen gesetzt, wie beispielsweise mit dem Carinthischen Sommer oder Theatern in Rom und Bologna. „Damit ist es Scholz gelungen, Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt nach Kärnten zu holen. Das Stadttheater Klagenfurt erlangt somit selbst Platz auf der großen Bühne im Alpe-Adria-Raum“, erklärt LH Peter Kaiser, begeistert von der herausragenden Inszenierung.

Kaiser: „Stadttheater ist auf Erfolgskurs“

Wie überhaupt das Stadttheater Klagenfurt zu den Vorbildern unter den Kulturinstitutionen des Landes zählt. Ein effizienter Kurs, eine gute Mischung im Programm und Investitionen haben die Zuschauer-Zahlen in den letzten Jahren konstant steigen lassen, auch das neue Programm verspricht Qualität und Unterhaltung auf höchster Ebene. „Ich gratuliere Florian Scholz und seinem Team. Das Stadttheater ist auf Erfolgskurs“, so Kaiser.

Hochkarätiges Ensemble

Für die Regie von Iwanos kam Mateja Koleznik nach Kärnten. Mateja Koležnik zählt zu den Protagonistinnen des slowenischen Theaters. Sie inszeniert an allen großen Theatern des ehemaligen Jugoslawiens, u. a. an den Nationaltheatern Maribor und Nova Gorica, am BITEF Belgrad sowie am Staats- und am Stadttheater Ljubljana. Ihre Inszenierungen gewannen zahlreiche Festivaleinladungen, Preise und Auszeichnungen, u. a. zweimal die höchste slowenische Theaterauszeichnung. Mateja Koležnik stellte sich dem Klagenfurter Publikum bereits mit der Erfolgsproduktion Nora oder Ein Puppenheim vor.

Auf der Bühne selbst steht in dieser Produktion ein hochkarätiges Ensemble: Markus Hering ist in der Titelrolle des Iwanow zu erleben, eine erschöpfte „Allerweltsfigur“, gefangen in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Gerti Drassl spielt die Rolle der Jüdin Anna, die für ihren Mann Eltern und Religion hinter sich gelassen hat und schließlich an Schwindsucht stirbt.

Russland vor der Oktoberrevolution

Anton Tschechow war erst Mitte zwanzig, als er 1887 die faszinierende Tragikomödie über die absterbende Gesellschaftsschicht, die Russland vor der Oktoberrevolution beherrscht hat, verfasste. Über mehrere Fassungen fand Tschechow bei diesem frühen Werk seinen Stil und sein Thema: Die Müdigkeitsgesellschaft im Umbruch. Schon hier begegnen wir all den schwermütigen Seelen aus der russischen Provinz, die in seinen späteren Stücken wie Drei Schwestern oder Die Möwe wiederkehren sollten.

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