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„City meets nature“

Zwei neue Ranger am Lendspitz

Lendspitz – Mensch und Naturereignisse belasten die Uferzone des Naturschutzgebietes, berichtet die Stadt Klagenfurt bereits im April in einer Aussendung. Zwei Studentinnen informieren nun wieder als Rangerinnen Besucher des Lendspitzes über die dortige Tier- und Pflanzenwelt und vermitteln richtige Verhaltensregeln im Schutzgebiet.

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Das Kooperationsprojekt „City meets nature“ der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten wurde 2012 initiiert. Im Zuge der Lendspitzsanierung (Beruhigung der Uferzone, Besucherlenkung und Erweiterung der natürlichen Uferzone) – wir haben berichtet – sind nun verstärkt wieder zwei Rangerinnen im Natura 2000-Gebiet unterwegs. Sie informieren und klären die Besucher über Verhaltensregeln, Tier- und Pflanzenwelt auf. Doris Gitschthaler (Studentin der Biologie in Graz) und Deborah Kogelnig (Studentin der Geographie an der Universität Klagenfurt) sind künftig mehrmals die Woche unterwegs, um den Besuchern laufend Informationen zukommen zu lassen. Es werden auch Exkursionen, z.B. für Schulklassen, angeboten. Bei Interesse einfach direkt in der Abteilung Klima und Umweltschutz anfragen. „Die Rangereinsätze haben sich bisher schon ausgezahlt, das Bewusstsein bei der Bevölkerung wurde in jedem Fall geweckt und ist gestiegen“, weiß Stadtrat Mag. Franz Petritz, der als Wissenschaftsreferent die Zusammenarbeit mit den Universitäten unterstützt. An der Universität gibt es außerdem einen Lehrgang „Management of Protected Areas“, der einen direkten Bezug zum Schutzgebiet hat.

v.l. Mag. Regine Hradetzky (Abt. Klima und Umweltschutz), DI MSc Susanne Glatz-Jorde (E.C.O), die Rangerinnen Doris Gitschthaler und Deborah Kogelnig mit Stadtrat Mag. Franz Petritz und Stadtrat Frank Frey beim Besuch im Naturschutzgebiet Lendspitz in Klagenfurt. - © StadtPresse / Fritz-Glinik

Auch Informationstafeln folgen

Die Erhaltung des Lendspitzes liegt den Klagenfurtern am Herzen, ein respekt- und verantwortungsbewusster Umgang ist unerlässlich. „Wir werden im Zuge der Ufersanierung auch weitere Informationstafeln aufstellen, die so positioniert werden, dass sie auch eine Barriere darstellen – Ziel ist es, nur mehr zu Fuß das Gebiet zu erkunden“, erklärt Umweltreferent Stadtrat Frank Frey. Runter vom Rad bzw. Moped, dann kann jeder das Naturjuwel genießen. Auch eine kurze Abkühlung im See ist kein Problem, solange die Besucher dort nicht stundenlang verweilen. Tier- und Pflanzenwelt müssen geschützt werden!

Auch Bäume werden gefällt

Als Grund für die neuerliche Fällaktion gibt die Stadt das sogenannte Eschensterben an. Dahinter steckt ein Pilzbefall, der den befallenen Baum zum Absterben bringt. Der Pilz (Chalara fraxinea) befällt junge wie alte Bäume. Es gibt Vermutungen, dass er sich aufgrund der gestiegenen Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa durchsetzen konnte. Da es sich vorwiegend um Wald und uferbegleitenden Baumbestand handelt, erfolgt eine Naturverjüngung. Da es sich im Bereich Lendspitz etc. zum Teil um ein Schutzgebiet handelt, wurden die Maßnahmen mit der Abteilung Umweltschutz abgeklärt, teilen die Verantwortlichen der Abteilung Stadtgarten mit.

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