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Wirtschaft - Villach & Klagenfurt
Kärntner Milchbauern produzieren höchste Qualität, niedrige Milchpreise stellen aber eine Herausforderung dar. © Pixabay / Myriams-Fotos

Milchtag 2018

Milchpreise machen Bauern zu schaffen

Kärnten – Am kommenden Freitag, 1. Juni 2018 ist Weltmilchtag. Die Kärntner Milchbauern produzieren höchste Qualität, leiden aber gleichzeitig unter den Milchpreisen. Die Preise können durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden.

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Die Milchwirtschaft ist einer der dominierenden Produktionsbereiche der Kärntner Landwirtschaft. Derzeit gibt es rund 2.000 milchliefernde Betriebe, die jährlich knapp 200.000 Tonnen Milch produzieren. Das entspricht etwa einem Drittel des gesamten tierischen Produktionswertes in Kärnten. Am 1. Juni 2018 ist Weltmilchtag und Agrarlandesrat Martin Gruber betont: „Kärntens Milchbauern produzieren nach höchsten Qualitätsstandards und erbringen durch den Erhalt der Kulturlandschaft zusätzliche Leistungen für die Gesellschaft. Ich danke daher all jenen Konsumenten, die sich für den Kauf heimischer Milchprodukte entscheiden. Denn das ist der wichtigste Beitrag, um die Kärntner Milchwirtschaft abzusichern.“

Große Herausforderung: Niedrige Milchpreise

Die Situation ist aber auch angespannt: Erstmals seit zehn Jahren verzeichnete die Kärntnermilch ein Minus in der Bilanz. Die Umsätze sind hingegen gestiegen. Vor allem die niedrigen Milchpreise stellen ein Problem dar. Wie Geschäftsführer Helmut Petschar dem ORF berichtete, darf nicht vergessen werden, dass die Kärntnermilch auf dem Weltmarkt unterwegs sei: „Das heißt, wenn es eine Dürre in Neuseeland oder Australien gibt, wenn die Nachfrage in China steigt, oder auch das Russland-Embargo, das alles sind Einflussfaktoren, die die Milchpreise maßgeblich beeinflussen. Die Milchpreise für unsere Bauern sind im letzten Jahr um etwa zwölf Prozent gestiegen. Aktuell sind die Preise wieder etwas gesunken, das bedeutet für heuer wieder große Herausforderungen für die Milchbauern und für uns.“ Der Druck auf den Milchbauern bleibt also bestehen. Im Vorjahr mussten mehr als 50 Kärntner Milchbauern ihre Betriebe aus diesem Grund zusperren.

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