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Politik - Villach
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FH-Finanzierung läuft aus

„Untätigkeit“ von Faßmann scharf kritisiert

Villach – Ende Juni läuft der Entwicklungs- und Finanzierungsplan für die Fachhochschulen aus. Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner und die FH Kärnten sehen darin eine Gefahr für den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Österreich und die Ausbildungschancen von jungen Studieninteressierten. Wissenschaftsminister Faßmann sieht hingegen keinen Grund zur Sorge und meint die FHs könnten weiterhin mit stabilen Mitteln arbeiten.

 3 Minuten Lesezeit (428 Wörter) | Änderung am 03.07.2018 - 10:55

Villachs Wirtschafts- und Technologiereferentin Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner reagiert scharf auf die vorgeworfene Säumigkeit des Wissenschaftsministers bei der Finanzierung der Fachhochschulen: „Minister Faßmann verunsichert damit nicht nur die Studentinnen und Studenten, er gefährdet die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Villach.“

Oberrauner: Fachhochschulen sind ein Erfolgsmodell

Mit Entsetzen reagiert Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner auf die Tatsache, dass Wissenschaftsminister Heinz Faßmann den Entwicklungs- und Finanzierungsplan für die 21 Fachhochschulen in ganz Österreich hat auslaufen lassen. „Die Fachhochschulen sind ein Erfolgsmodell“, sagt Oberrauner. „Die in Villach Studierenden haben beste Zukunftschancen beispielsweise in den immer mehr werdenden Unternehmen des Technologieparks Villach, der sich prächtig entwickelt.“ 1020 Studierende aus aller Welt belegen 12 Bachelor- und 11 Masterlehrgänge im IT- und Engineering-Sektor sowie Wirtschaftsmanagement, 44 Firmen beschäftigen 730 Mitarbeiter, 250 hochwertigste Arbeitsplätze gibt es hier in der angewandten Forschung.

Schärfste Kritik von Oberrauner

„Der Technologiepark steht gemeinsam mit den Fachhochschulen für alle Bildungsschienen offen, von der Lehre bis zum Hochschulabschluss“, erklärt Oberrauner. „Es ist höchst unprofessionell, dass der Wissenschaftsminister tausende Menschen in ganz Österreich, die direkt oder indirekt mit der Fachhochschule im Verbindung sind, einfach im Regen stehen lässt.“ Indiskutabel sei ihrer Ansicht nach auch Faßmanns Umgang mit den Rektoren der Fachhochschulen, die von jeglicher Information bezüglich der finanziellen Zukunft abgeschnitten sind. Oberrauner: „Der Wissenschaftsminister stößt hier eine riesige Menschenmenge vor den Kopf, das ist keinesfalls zu akzeptieren.“

FH-Kärnten fordert ausreichende Finanzierung

Auch die FH-Kärnten fordert in einer Aussendung Entwicklungs- und Finanzierungsplan für Planungssicherheit. „In drei Tagen läuft der Plan aus und ein neuer Entwurf liegt bis dato nicht am Tisch, was für die Fachhochschulen eine vollkommene Planungsunsicherheit bedeutet“, gibt FH Kärnten Geschäftsführer Siegfried Spanz zu bedenken und führt aus, „dass um die Qualität der Studienbedingungen und Forschungsprojekte erfolgreich weiterführen zu können, dringend eine ausreichende Finanzierung durch den Bund gewährleistet sein muss“. Die Fachhochschule Kärnten benötige dringend einen Fahrplan, um mittels ausreichender Finanzierung durch den Bund Ausbildung und Forschung auf einem hohen qualitätsvollen Niveau weiterhin bereitstellen zu können.

Faßmann sieht keine Gefahr für FHs

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann der ÖVP sieht den Bestand der Fachhochschulen hingegen nicht gefährdet. Man stehe mit dem Finanzministerium in Verhandlungen. Ein entsprechender FH – Entwicklungs- und Ausbauplan soll dann nächstes Jahr kommen. In der Zwischenzeit könnten die FHs mit stabilen Mitteln arbeiten, beruhigt Faßmann. Im Regierungsprogramm sei auch ein Ausbau des FH-Sektors verankert: Eine Steigerung auf rund 60.000 FH-Studenten wird laut dem Wissenschaftsminister angestrebt.

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