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Wirtschaft - Villach
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Pressekonferenz zum Bauabschluss des Landsitzes Villach © 5min

Landsitz Villach will Wohnen revolutionieren

„Dieses Projekt ist am Puls der Zeit“

Landskron – Mit dem Landsitz Villach wurde ein ehrgeiziges Ziel verfolgt. "Es ist Zeit für eine Revolution", erklären die Projektverantwortlichen. Die Ziele steckte man hoch: "Herkömmliches" Wohnen sei gestern gewesen, ein völlig neues Wohnkonzept solle nun Einzug in Kärnten halten. Nach zweijähriger Bauzeit ist das Wohnprojekt jetzt fertiggestellt. Wir waren heute bei der Pressekonferenz vor Ort und haben uns angeschaut, was dahinter steckt. Eines vorweg: Heute wurde offiziell eine neue S-Bahn-Station vorgestellt.

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An einem einzigartigen Platz in Landskron wurde ein völlig neues Wohnkonzept realisiert – inmitten eines kleines Wäldchens, vielen Wiesen und entlang eines kleinen Flüsschens. Der Landsitz Villach soll herrkömmliches Wohnen revolutionieren.

Am Anfang stand die Idee

Gemeinsam entwickelten Investor und Bauträger Ing. Johann Grandits, die Immobilienexperten Adolf und Christian Nageler sowie Architekt DI Fritz Katzianka das Projekt LANDSITZ. ÖKO.LOGISCH. LEBEN. Es wurde getüftelt und viele neue Ideen geboren, jedoch ein Punkt fand sich in der Skala der Wertigkeit immer ganz oben: Neue Maßstäbe punkto Wohnqualität zu setzen. Und: Das wohnbaugeförderte Projekt solle die „Sehnsüchte und Wohnwünsche garantiert erfüllen“. Exklusivität und Leistbarkeit sind die Eckpfeiler, die das Entwicklungsteam immer vor Augen hatte. Das Resultat: Ein einzigartiges, gelungenes österreichweites Vorzeigeprojekt.

Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner betont auf der heutigen Pressekonferenz, Wohnraum in Landskron würde immer mehr an Bedeutung gewinnen: „Dieses Projekt ist ein wesentlicher Beitrag dazu. Der Landsitz ist in einer Qualität, die leistbar ist. Villach legt Wert darauf, dass Projekte wie diese umgesetzt werden. Vor allem volkswirtschaftlich hat das eine große Bedeutung. Villach pulsiert mit innovativen Partnern wie dem Landsitz-Team. Dieses Projekt ist am Puls der Zeit.“

Gute Laune auf der Pressekonferenz - © KK

Vom Baustart bis zur Fertigstellung

Exakt am 21. Mai 2016 erfolgte mit dem Spatenstich der offizielle Baustart des Projektes. Eines der spannendsten und zukunftsorientiertesten Kärntner Wohnprojekte stand damit nach langen Vorbereitungsphasen, in den Bereichen Entwicklung und Planung, vor der Umsetzung. Schon ein Jahr später konnte gemeinsam mit viel Prominenz aus Politik und öffentlichem Leben die Dachgleiche gefeiert werden. Dieser Tage, nach rund zweijähriger Bauzeit, ist das Wohnprojekt fertiggestellt und seinen Eigentümern übergeben worden.

Mag. Manfred Wilhelmer von der Raiffeisen-Landesbank: „Mit dem Bauträger wurden bereits viele erfolgreiche Bauten umgesetzt. Kärntens größtes Wohnbauprojekt, das geschaffen wurde: Es ist ein Projekt, das von Anfang an sehr gut funktioniert hat. Die Unterstützung war von allen Seiten da. Über 40 Mio. Euro wurden investiert, en wichtiger volkswirtschaftlicher Motor. Dem Landsitz ist es gelungen, innovatives und nachhaltiges Wohnen umzusetzen.“ Architekt Fritz Katzianka ergänzt: „Keiner hat geglaubt, dass so etwas umsetzbar ist. Wichtig war uns, Freiräume zwischen den Baukörpern zu schaffen. Die gesamte Anlage ist autofrei. Man sieht in der nunmehr umgesetzten Anlage, dass es funktioniert hat.“

Politik und Wirtschaft sind gleichermaßen von dem Wohnprojekt überzeugt - © 5min

In die Zukunft geblickt: S-Bahnhaltestelle in Landskron

Die Fakten des neuen Villacher Mobilitätskonzeptes sind spannend: Alternative Verkehrsmittel werden in den nächsten 20 Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen und der individuelle KFZ-Verkehr wird stark rückläufig sein. Das wird auch die Infrastruktur des Landsitzes Villach beeinflussen. „Mit der am Raunaweg geplanten Haltestelle für die Stadtbahn liegen wir hier voll auf Höhe der Zeit“, erläutert Bürgermeister Günther Albel. „Wenn man eine neue Wohnsiedlung schafft, muss die entsprechende, moderne Verkehrsinfrastruktur gleich mitgedacht werden.“

Auf einen Blick

  • Projektidee
    Ökologisches, naturnahes, nachhaltiges, höchstmöglich energieautarkes, barrierefreies, autofreies, kommunikatives, abwechslungsreiches Landleben in Stadtnähe.
  • Wohneinheiten
    Errichtet wurden auf einer Nettonutzfläche von 16.000 Quadratmetern elf elegante Häuser — viereinhalb und fünfeinhalb Geschoße — mit gehobenem Standard ausgestatteten Eigentumswohnungen.
  • Die unterschiedlichen Wohnungstypen
    Gartenwohnungen, Maisonetten, Lofts und Penthäuser. Optimal geplante Grundrisse mit Wohnflächen von zirka 50 bis zu 140 Quadratmetern, mit großzügigen Eigengärten, Terrassen und Balkonen. Sowie 286 Tiefgaragenplätze mit zusätzlichen Stellplätzen.
  • Freiräume
    Ein rund 3,5 Hektar großes Naherholungsgebiet mit Wasserflächen, Grünflächen und Waldgebieten, Begegnungszonen für Tiere, Urban Gardenig, lndoorplayland und Gemeinschaftsbereichen. Anteil der verbauten Fläche: nur zirka 12 Prozent.

Der Landsitz – größtmöglich energieautark

Welche Quellen werden zur Wärmeversorgung genutzt? Knapp 1000 m² Solarkollektoren in Kombination mit einer Wärmepumpe und dem Fernwärmeanschluss an die Kelag Wärme GmbH sorgen für wohlige Wärme. Eine Solaranlage mit 1.000 m² Hochleistungskollektoren samt Pufferspeicher mit 68.000 Liter dient künftig zur Unterstützung der Nahwärmeversorgung für das Wohnprojekt Landskron. Jährlich werden dadurch rund 40 Prozent der benötigten Wärme für das innovative und damit ökologische Projekt Landsitz Villach produziert. Die restliche Wärme wird durch das Fernwärmenetz der Kelag Wärme erbracht.

Der Energieprojektmanager des Landsitzes, Franz Wiedenig, erklärt: „Es war ein außergewöhnliches Projekt. Die Energieinsel Landskron wurde gegründet, um ökologisch nachhaltig und mit eigenen Ressourcen zu funktionieren: Ein Drittel Sonne, ein Drittel Fernwärme Villach und ein Drittel über Wärmepumpen bilden die Versorgungseckpfeiler dieses Energiekonzeptes. Wir wollten bei den Wärmepreisen unter den Marktpreisen liegen. Das haben wir auch geschafft. Dafür wurde der Landsitz auch mehrfach ausgezeichnet. In Summe drei Mal mit verschiedenen Preisen. Es folgt noch eine e-Tankstelle sowie ein Wasserkraftwerk. Wir werden – wenn es dann soweit ist – mehr Energie erzeugen, als notwendig ist.“

Ohne Wasser gibt es kein Leben

Das Schlusswort hatte schließlich Adolf Nageler von Nageler Immobilien: „Natur und Wasser standen hier im Vordergrund. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Nur zwölf Prozent der gesamten Fläche wurde verbaut. Im Bereich der Vermarktung haben wir ein einzigartiges Projekt gehabt, verschiedene Wohnungen – von Gartenwohnungen über Maisonetten und Lofts bis hin zu Penthäusern. Das Ganze dann so, dass es leistbar ist und war. Es gilt hier auch die alte erhöhte Wohnbauförderung.“

Politik und Wirtschaft zeigten sich heute gleichermaßen von dem Wohnprojekt überzeugt. Ob der Landsitz Villach wirklich eine Revolution in Gang gesetzt hat, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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