Zum Thema:

22.09.2018 - 10:23Die Innenstadt soll grüner werden21.09.2018 - 21:21Platz 4 in Portugal21.09.2018 - 16:31Preisgekrönter Kurz­film im Stadt­kino21.09.2018 - 15:50Kärntner Segler trai­nieren für die Special Olympics
Politik - Villach
© KK

Betteln soll erschwert werden:

Runder Tisch gegen Bettel­mafia

Villach – Seit Jahren fordert die FPÖ ein härteres Vorgehen gegen aufdringliche Bettlergruppen und Zeitungskolporteure, welche in Villach bereits des Öfteren für Aufsehen sorgten. Immer wieder tauchen Beschwerden wegen aggressivem Betteln auf. Darum wurde für kommenden Montag ein runder Tisch einberufen.

 3 Minuten Lesezeit (362 Wörter)

Viele von euch kennen die organisierten Bettlergruppen, welche in der Villacher Innenstadt anzutreffen sind. Meist sitzen sie in Ecken und hoffen auf einige Geldmünzen. Doch es gibt auch aufmüpfige Bettler. Solche Beschwerden erreichten auch schon die FPÖ. Seit Jahren kämpft die Partei für ein härteres Durchgreifen gegen die sogenannte Bettelmafia. Auf ihrer Webseite erzählen der FPÖ Stadtrat Erwin Baumann und die Obfrau des freiheitlichen Gemeinderatsklubs, Katrin Nießner: „Die Bürger werden teilweise bis zum Auto verfolgt.“

Baumann: „Gegen Bettelei hilft nur eine harte Linie!“

Baumann erklärt: „Bereits 2006 haben wir erstmals dieses Problem aufgezeigt. Aggressives Betteln sowie das Belästigen von Passanten durch Zeitungsverkäufer einzudämmen, ist eine von den Freiheitlichen lange geforderte Maßnahme.“ Außerdem fügt er noch hinzu: „Die Sicherheit für die Villacherinnen und Villacher darf nicht außer Acht gelassen werden. Wenn Passanten belästigt werden, muss gehandelt werden – ohne Wenn und Aber. Gegen Bettelei hilft nur eine harte Linie!“ Aus diesem Grund wird nun ein runder Tisch einberufen. Neben den Parteienvertretern und dem Stadtpolizeikommandanten Erich Londer wird auch eine kundige Auskunftsperson des Landes am Bettelgipfel teilnehmen.

Geldbußen, polizeiliches Einschreiten, Beschlagnahmungen

Eine solche harte Linie sollen laut der FPÖ „saftige Geldbußen bis zu 500 Euro, ein polizeiliches Einschreiten bis hin zur Beschlagnahmung des Bettelgeldes werden“, betont Baumann der beispielsweise auf das dementsprechende Vorgehen deutscher Städte verweist. „Natürlich ist es auch wichtig, gegen die Hintermänner organisierter Formen des Bettelns vorzugehen. Daran arbeitet die Polizei bereits kontinuierlich“, erklärt Nießner. Der für kommenden Montag anberaumte Bettlergipfel sei für Baumann der erste Schritt hin zu konkreten Maßnahmen für Villach.

Baumann: „Gegen Bettelei hilft nur eine harte Linie.“ - © FPÖ

ÖVP: „Organisiertes Betteln muss erschwert werden“

Zustimmung erfährt die FPÖ auch von der ÖVP. Diese forderte im letzten Monat ein härteres Vorgehen gegen Bettler und Zeitungskolporteure am Wochenmarkt. „Das organisierte Betteln muss erschwert werden“, betont Stadträtin Katharina Spanring. Bereits damals forderte sie erweiterte Verordnungsermächtigung für betroffene Gemeinden, die es ermöglichen würde, weitere negative Erscheinungsformen der Bettelei einzudämmen.

 

 

Kommentare laden