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Politik - Villach
Spatenstich zur Optimierung © Büro LR Fellner

Am Rajacherbach

Hochwasser­schutz in Velden wird optimiert

Velden – Teile von Velden seien immer noch bei Hochwasser gefährdet, erklärte Wasserwirtschaftsreferent Daniel Fellner gestern. Am Rajacherbach sollen daher weitere Maßnahmen getroffen werden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund vier Millionen Euro.

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„Der vorliegende Gefahrenzonenplan für den Rajacherbach aus dem Jahr 2009 zeigt, dass trotz bestehender Hochwasserschutzanlagen, mit welchen in den 1980er-Jahren abschnittsweise begonnen wurde, immer noch Teilbereiche von Siedlungs- und Gewerbegebieten in Velden am Wörthersee bei Hochwasserereignissen gefährdet sind“, so Landesrat und Wasserwirtschaftsreferent Daniel Fellner gestern, Dienstag, im Rahmen des Spatenstichs für den ersten Bauabschnitt in Velden.

Was ist geplant?

In einem zusätzlich geplanten Ausbauschritt am Rajacherbach sind ergänzende Linearbaumaßnahmen in Velden vorgesehen, um die gedrosselten Hochwasserabflussmengen aus den Rückhaltebecken letztlich bis in den Wörthersee schadlos abführen zu können.

Im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen ist auch vorgesehen, sämtliche bestehende Querbauwerke, Verrohrungen sowie Überlaufbauwerke (Bäckerteich, Schlossteich) zu erneuern und fischpassierbar herzustellen, um nunmehr die Durchgängigkeit vom Wörthersee bachaufwärts gewährleisten zu können. Somit kann, ergänzend zum Hochwasserschutz, auch eine Verbesserung des ökologischen Zustandes des Gewässers unter Berücksichtigung der Vorgaben des nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes erreicht werden.

Der erste Bauabschnitt der geplanten Schutzmaßnahmen soll bis zum Ende des Jahres 2020 realisiert werden.

Spatenstich bereits erfolgt

„Der Schutz vor Naturgefahren hat eine immense Bedeutung für den Schutz der Menschen und deren sichere Siedlungsentwicklung. Österreichweit wurden für den Schutz vor Naturgefahren in den letzten zehn Jahren 1,7 Mrd. Euro seitens des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zur Verfügung gestellt. Für den wichtigen Schutz der Bevölkerung von Velden investieren wir in den nächsten Jahren rund zwei Millionen Euro“, stellt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger anlässlich des Spatenstichs fest. „Insgesamt wären bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis mehr als 100 Personen, 47 Objekte sowie zahlreiche Infrastruktureinrichtungen, wie etwa ÖBB, Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen betroffen – dieses potenzielle Gefährdung gilt es zum Wohle aller aus dem Weg zu räumen“, ergänzt Fellner.

Die Gesamtkosten für das Projekt werden sich auf rund vier Millionen Euro belaufen, davon übernimmt der Bund 44,5 Prozent der Kosten, 40 Prozent trägt das Land und 15,5 Prozent der Kosten bezahlt die Marktgemeinde Velden.

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