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"Der Unsicherheitsfaktor ist zu groß."

Kiloweise Pilze werden vernichtet

Gailtal – Ein paar Schwammerln sorgen derzeit in Oberkärnten für Aufregung. Insgesamt 44 Kilogramm wurden einem Italiener vor Kurzem am Nassfeld abgenommen. Nun sollen die Pilze allesamt vernichtet werden. Zahlreiche Kärntnern und Kärntnerinnen stellt sich da die Frage: Warum werden sie nicht verwertet und zum Beispiel an wohltätige Organisationen weitergegeben?

 1 Minuten Lesezeit (198 Wörter) | Änderung am 20.09.2018 - 17:24

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Essbar oder giftig?

Bei der Ausreise nach Italien wurden einem 51-jährigen Italiener vor kurzem 44 Kilo Pilze abgenommen. Erlaubt sind nur zwei Kilo pro Person und pro Tag. Aus diesem Grund wurden die Pilze von der Polizei beschlagnahmt. Der übliche Ablauf. Und trotzdem sorgte der Vorfall in den letzten Tagen für Aufregung. Denn: alle Schwammerln sollen weggeworfen werden. Dies bestätigt auch der Bezirkshauptmann von Hermagor, Dr. Heinz Pansi, gegenüber 5 Minuten Villach: „Alle Pilze müssen vernichtet werden.“ Diese Tatsache versetzt zahlreiche Kärntner und Kärntnerinnen in Aufruhr.

Pansi: „Der Unsicherheitsfaktor ist zu groß“

In den Medien und auf Facebook häuft sich die Frage: „Warum werden die Schwammerln nicht weiterverwertet?“ Wir, von 5 Minuten Villach, sind der Frage nachgegangen.

„Der Unsicherheitsfaktor ist zu groß“, erklärt der Bezirkshauptmann. „Unter den Pilzen könnten sich auch giftige befinden, welche dann ebenfalls verwertet werden würden. Niemand möchte die Verantwortung dafür übernehmen“, so Pansi. „Früher wurden die Schwammerln an das Krankenhaus und andere Organisationen übergeben. Doch es fehlt einfach die Zeit und das Wissen um jeden einzelnen Pilz auf seine Essbarkeit zu überprüfen“, betont der Bezirkshauptmann, „Deshalb nehmen die Organisationen die Pilze gar nicht mehr an.“

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