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Politik - Klagenfurt
Die Bürgermeisterin ist besorgt über den verstärkten Bahnlärm durch die Fertigstellung der Hochleistungsbahnstrecke.
Die Bürgermeisterin ist besorgt über den verstärkten Bahnlärm durch die Fertigstellung der Hochleistungsbahnstrecke. © 5min

Bahnlärm

„Sonderfahrt“ nach Wien

Klagenfurt – Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz befürchtet verstärkten Bahnlärm durch die Fertigstellung der Hochleistungsbahnstrecke „Baltisch-Adriatischen-Achse“. Sie plant daher eine "Sonderfahrt" nach Wien. Mit im Gepäck: Alle betroffenen Bürgermeister.

 2 Minuten Lesezeit (293 Wörter) | Änderung am 28.09.2018 - 18:07

Die Fertigstellung wird eine massive Zunahme beim Personen- und Güterverkehr bringen, heißt es in einer Aussendung der Stadt. Dort sieht man das als „eine Bedrohung, vor allem für die viele Bahnanrainer am Wörthersee-Nordufer, in der Landeshauptstadt, am Bahnknotenpunkt Villach sowie für den Tourismus in der Region.“

„Sonderfahrt“ und Resolution geplant

Die Klagenfurter Bürgermeisterin will deshalb eine „Sonderfahrt“ aller betroffenen Bürgermeister nach Wien „auf Schiene bringen“, um Verkehrsminister Norbert Hofer im Rahmen eines runden Tisches die „Wichtigkeit und Notwendigkeit einer Trennung von Personen- und Güterverkehr im Wörtherseeraum darzulegen.“ Die Trennung in Personen- und Güterverkehr im Osten der Stadt Klagenfurt würde demnach eine wirksame Entlastung bringen.

Überdies kündigte die Bürgermeisterin für die nächste Sitzung des Stadtsenates eine Resolution zum Thema „Wir müssen auf der Hut sein. Denn hier geht es um den Schutz der Lebensqualität im gesamten Zentralraum Kärnten“ an.

Kritik von der FPÖ

Doch die angekündigte Sonderfahrt stößt auf Kritik. Vizebürgermeister Scheider betont: „Die angekündigte Sonderfahrt nach Wien ist nichts weiter als eine populistische Ankündigungspolitik der Bürgermeisterin.“ Er verweist darauf, dass die FPÖ schon seit Jahren Forderungen zu diesem Thema stellt. Es wäre ein leichtes gewesen, schon vor Jahren unter dem Minister der SPÖ Verhandlungen gemeinsam mit Stadt und Land zu führen“, kritisiert auch FPÖ Stadtrat Germ.

Details zur Strecke

Die Koralmbahn ist Teil der der „Baltisch-Adriatischen-Achse“ und soll laut der ÖBB dabei helfen, Europa zu vernetzen. Innerhalb von nur 45 Minuten, anstelle der aktuellen drei Stunden, wird man von Graz nach Klagenfurt brauchen. Somit sind die Weststeiermark, Südkärnten, aber auch die Nachbarländer Ungarn und Italien leichter erreichbar. Womit auch die Wirtschaft profitiert.

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