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Wirtschaft - Villach
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Insolvenzstatistik des KSV1870

Durch­schnittliche Verschuldung: 160.000 Euro

Villach – Vor wenigen Tagen stellten wir eine Insolvenzstatistik zum Ende des 3. Quartals für Kärnten vor. Fazit: Mehr Insolvenzen, sowohl bei Unternehmen (+9 Prozent) als auch privat (+89 Prozent). Doch wie ist die Lage in Villach?

 3 Minuten Lesezeit (373 Wörter) | Änderung am 29.09.2018 - 18:38

Unternehmensinsolvenzen: Villach/Villach Land

60 Unternehmensinsolvenzen (26 eröffnete und 34 nicht eröffnete Insolvenzverfahren) werden für die ersten neun Monate des Jahres 2018 für den Bezirk Villach/Villach Land vom KSV1870 Klagenfurt gemeldet. Im I.-III. Quartal 2017 waren es 52 Unternehmensinsolvenzen (28 eröffnete und 24 nicht eröffnete Insolvenzverfahren). „Das sind um 8 Fälle oder 15 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres“, berichtet Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin des KSV1870 Standortes Klagenfurt.

Verbindlichkeiten: ein Minus von 30 Prozent

Die Insolvenzverbindlichkeiten von 12,8 Millionen Euro sind gegenüber dem Vergleichszeitraums des Vorjahrs gesunken – ein Minus von 30 Prozent (2017- 18,3 Millionen Euro). Der größte Insolvenzfall ist das Konkursverfahren FHB GmbH in Liquidation aus Arnoldstein mit Verbindlichkeiten von 2,3 Millionen Euro. Es folgen die Konkursverfahren Schlick GmbH in Liquidation aus Villach mit Verbindlichkeiten von 1,7 Millionen Euro und TM-Bau GmbH aus Villach mit Verbindlichkeiten von 1,3 Millionen Euro.

Ausblick auf 2018

„Zweifellos wird das 4. Quartal noch einige Eröffnungen an Insolvenzverfahren mit sich bringen. Eine weitere Steigerung der Unternehmensinsolvenzen im Bezirk Villach/Villach Land ist zu erwarten“, resümiert Barbara Wiesler-Hofer.

Privatkonkurse: Bezirk Villach/Villach Land

Im Bezirk Villach/Villach Land wurden 159 Privatkonkursverfahren eröffnet. Die Eröffnungen haben sich mehr als verdoppelt. „Was wir hier sehen, ist ein Nachholbedarf aus dem Vorjahr und für niemanden überraschend“, berichtet Barbara Wiesler-Hofer.

Drastische Steigerung bei den Schulden

Fast alle Verfahren wurden von den Schuldnern selbst beantragt und dienen der Regulierung der Schulden, die in den ersten neun Monaten bei insgesamt 25,4 Millionen Euro lagen. Somit sind diese im Vergleich zum Vorjahr drastisch gestiegen (2017- 7,4 Millionen Euro). „Hier erkennt man deutlich, dass viele Schuldner mit hohen Verbindlichkeiten zugewartet haben, dass die neue und für sie günstigere Rechtslage einmal in Kraft getreten war, bevor sie ihre Schuldenregulierung beantragten“, so Barbara Wiesler-Hofer. Die durchschnittliche Verschuldung beträgt 159.737 Euro und liegt damit über dem Vergleichszeitraum 2017 – 97.368 Euro. Ein Blick auf die Struktur zeigt: 58 Prozent gehen auf das Konto von Männern, bei 42 Prozent der Fälle sind Frauen betroffen.

Resümee und Ausblick auf 2018

Bislang werden die Erwartungen eingehalten und ein Nachholeffekt ist zu beobachten. „Die vom IRÄG 2017 ausgelöste Insolvenzwelle wird voraussichtlich gegen Jahresende 2018 zur Ruhe kommen“, so die Einschätzung von Barbara Wiesler-Hofer

Aktuelle Zahlen des laufenden Jahres bis inkl. 25.9.2018, Quelle: KSV1870

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