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Politik - Villach & Klagenfurt
850 Menschen unterzeichneten die Petition "Lärm macht krank". © Büro LR Zafoschnig

Eisenbahnstrecke Wörthersee:

Erste Ergebnis­se der Lärm­schutz-Fach­tagung

Pörtschach – Über 300 betroffene Anrainer, Unternehmer, Touristiker und politische Entscheidungsträger nahmen heute, Freitag, an der Fachtagung „Die Eisenbahnstrecke am Wörthersee – Perspektiven zum Schallschutz“ teil, welche von Verkehrslandesrat Ulrich Zafoschnig, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der ÖBB im Congress Center Pörtschach veranstaltet wurde.

 4 Minuten Lesezeit (524 Wörter) | Änderung am 19.10.2018 - 15:25

„Als Klagenfurter weiß ich um die Lärmproblematik des Schienenverkehrs und habe absolutes Verständnis für die Sorge der Anrainer in diesem sensiblen Tourismus-, Wirtschafts- und Lebensraum. Zweck dieser breit aufgestellten Veranstaltung mit namhaften Experten und der betroffenen Bevölkerung ist es, wieder Bewegung in die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen im Kärntner Zentralraum zu bringen und längerfristig eine Entlastung für die Betroffenen zu erreichen“, so der Verkehrslandesrat Ulrich Zafoschnig bei der Fachtagung.

Auch Ballungsräume ordentlich vertreten

Zahlreiche Experten haben bei der Fachtagung umfassend über die Auswirkungen, die Messbarkeit und die neuesten Technologien zur Reduzierung von Bahnlärm informiert. Vor Ort waren unter anderem auch Vertreter der Stadt Villach. Am gestrigen Donnerstag, den 18. Oktober gab es Kritik seitens des Villacher Bürgermeisters und der Klagenfurter Bürgermeisterin betreffend der Fachtagung. Sie sahen ein Problem darin, dass die Bahnlärm-Fachtagung auf die Wörthersee-Gemeinden beschränkt sei und forderten auch eine Einbeziehung der Ballungsräume Klagenfurt und Villach. Noch gestern Abend betonte Bürgermeister Albel, dass die Stadt Villach bei der Fachtagung ordentlich vertreten sei.

Bestandsstrecke bleibt erhalten

„Die Tagung ist wichtiger Impulsgeber und ganz im Sinne des bereits im Mai 2017 unterzeichneten Memorandums of Understandig, weitere Schritte für den Lärmschutz auf Basis der Expertisen zu setzen“, wies Zafoschnig auf das Memormandum of Understandig hin, in dem sich Land, BMVIT und ÖBB in Hinblick auf die künftige Fertigstellung der Koralmbahn klar zu kurz- und mittelfristige Lärmschutzmaßnahmen bekennen.

Der Verkehrslandesrat wies vor Ort auch darauf hin, dass das Land Kärnten sich weiterhin für eine Verlagerung des Güterverkehrs auf eine eigene Bahntrasse stark mache. Die Bestandsstrecke des Personenverkehrs entlang des Wörthersees soll aber auf Wunsch der Gemeinden bestehen bleiben. Die Aufnahme der Zentralraumtrasse in den Rahmenplan der ÖBB habe zentralen Stellenwert. „Nur wenn die Planungsarbeiten in den Rahmenplan der ÖBB aufgenommen werden, stellen wir für Kärnten sicher, dass ein solches langfristiges Projekt im Sinne der Kärntner Bevölkerung auch realisiert werden kann. Dazu werde ich in der kommenden Regierungssitzung eine Resolution einbringen, die die Wiederaufnahme der Trassenplanung inklusive der Lärmschutzmaßnahmen sichern soll“, kündigte Zafoschnig an.

Eigene Schallschutzförderung für Beherbergungsbetriebe

Als kurzfristige Maßnahme verkündete er als Tourismuslandesrat die Einführung einer eigenen Schallschutzförderung für touristische Beherbergungsbetriebe im Zentralraum. Er habe dafür noch für 2018 einen Budgettopf reserviert.

Wie wichtig dieses sensible Thema und die Dringlichkeit von Lärmschutzmaßnahmen seien, bestätige auch die Petition „Lärm macht krank“, die dem Verkehrslandesrat am Rande der Veranstaltung von Christoph Neuscheller, dem Obmann des Tourismusverbandes Pörtschach am Wörthersee, übergeben wurde. „Die von 850 Menschen unterzeichnete Petition zeigt erneut, wie stark der Schulterschluss in der Region ist“, so Zafoschnig.

Güterverkehrstrasse soll Menschen vor Lärm schützen

Darüber hinaus kündigte Zafoschnig an, in die kommende Regierungssitzung eine Resolution an den Bund zu verabschieden, in der sich die gesamte Landesregierung erneut hinter das Projekt „Zentralraumtrasse“ stelle. „Wir werden nichts unversucht lassen, um die Umsetzung der Güterverkehrstrasse voranzutreiben und die Menschen im Zentralraum vor Lärm zu schützen“, bekräftigt er.

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