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Sport - Klagenfurt
Modell des Stadionwaldes
Modell des Stadionwaldes © 5min.at

Während des Kunstprojekts "For Forest":

Zieht es die Austria auf den Westplatz?

Klagenfurt – Die im Klagenfurter Wörthersee Stadion geplante Kunstaktion „For Forest“ sorgt jetzt schon seit geraumer Zeit für Diskussionen. Nicht zuletzt, weil die Austria Klagenfurt in dieser Zeit einen Ausweichplatz für ihre Spiele bräuchte. In der heutigen Stadtsenatssitzung war der "Stadionwald" erneut Thema. Eine Adaptierung des Westplatzes am Stadion ist im Gespräch, so müsste die Austria nicht ins Fischlstadion ziehen.

 3 Minuten Lesezeit (401 Wörter) | Änderung am 23.10.2018 - 14:43

Gert Unterköfler, Geschäftsführer des Sportparks, war heute zu Gast im Stadtsenat. Seinem Bericht nach würde sich der Westplatz am Wörthersee Stadion für die Spiele der Austria eignen – einige Adaptierungen vorausgesetzt. Trainingsspiele der österreichischen Nationalmannschaft hätten die Tauglichkeit des Platzes bereits unter Beweis gestellt.

Zaun, Lautsprecher und Videoaufnahmen

Die Wünsche für eine Adaptierung des Westplatzes sind Zaunschutz, Lautsprecheranlage und ein Turm für Videoaufnahmen. Die notwendige Tribüne ist als mobiles Teil im Sportpark bereits vorhanden. Mit solchen Nachrüstungen wäre der Bereich Westplatz bestens nutzbar, sagte Unterköfler. Damit wäre auch die Möglichkeit gegeben, dass die Austria Klagenfurt während des zweimonatigen Kunstprojektes nicht ins Fischlstadion ausweichen müsste, sondern die Infrastruktur des Stadions nutzen könnte. Nachdem die Besucherzahlen bei den Spielen der Austria derzeit zwischen 300 und 500 liegen, würden auch die vorhandenen Tribünen (ca. 1.300 Plätze) ausreichen.

Wie Sportreferent Jürgen Pfeiler berichtete, habe es am Freitag einen Lokalaugenschein der Bundesligaverantwortlichen gegeben, das Ergebnis wird noch diese Woche erwartet.

Kritik von Seiten der FPÖ

„Derzeit ist nicht zu beantworten, welche Kosten auf die Stadt Klagenfurt zukommen, wenn der Trainingsplatz bundesligatauglich adaptiert werden müsse. Des Weiteren bleibt offen, wohin die zusätzlichen Nutzer des derzeitigen Trainingsplatzes wandern, wenn die Austria Klagenfurt diesen Platz als Hauptspielstätte benützt“, heißt es in einer Aussendung von Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ). Und: „Mit dem heutigen Mehrheitsbeschluss im Stadtsenat erhält der Veranstalter nun die Möglichkeit das Stadion monatelang kostenlos zu benutzen. Diese Variante wurde noch keinem anderen Veranstalter gewährt.“ Scheider geht von Kosten in Höhe von „mehreren hunderttausende Euro“ für die Adaptierung aus.

Wer zahlt?

Die Kosten für das Kunstprojekt belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Diese will der Schweizer Künstler Klaus Littmann selbst aufbringen. Mithilfe von Baumpatenschaften möchte er weitere Personen für das Projekt begeistern und die anfallenden Kosten bezahlen.

Im Streit um die Kosten verkündete das Magistrat Klagenfurt im Juli 2018: „Das Kunstprojekt (…) erhält von der Stadt Klagenfurt keine Subventionen oder Förderungen.“ Der Projektwerber habe nach Ablauf des Projektes das Stadion in jenen Zustand zurück zu geben, in dem er es übernommen hat. Auch müsse er für die Rasensanierung aufkommen. Der Stadt würden so keine Folgekosten entstehen.

Von einer Adaptierung des Westplatzes war damals noch keine Rede.

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