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Leute - Villach & Klagenfurt
Hintergrund
Zahlreiche Kinder waren da um den Lauf zu sehen.
Zahlreiche Kinder waren da um den Lauf zu sehen. © Perchtengruppe Rennweg

2017 darf sich nicht wiederholen

Rennweg: Ein Warnschuss für die Saison

Kärnten – Ein gestohlenes Polizei-Kennzeichen, ein beschädigtes Lokal und mehrere Faustschläge und Verletzungen waren die bleibende Erinnerung an den Perchtenlauf in Rennweg am vergangenen Samstag. Bereits 2017 eskalierte die allgemeine Lage medial und mündete in einem Protestmarsch durch Klagenfurt. Doch dies muss sich nicht wiederholen.

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Insgesamt haben bei dem Lauf 33 Gruppen mit knapp 230 Perchten teilgenommen. Weit mehr als der Veranstalter erwartet hätte. Offenbar zu viel für die drei vorgeschriebenen Security-Mitarbeiter. Denn die Lage eskalierte in den Abendstunden zusehends. Um ca. 18 Uhr beschädigte eine Gruppe aus Villach ein Lokal, gegen 21 Uhr wurde ein Mann – der einen Streit zwischen zwei Gruppen schlichten wollte – attackiert, gegen 22 Uhr gerieten Gruppen in einem Festzelt aneinander und gegen 22.30 Uhr flogen wieder die Fäuste. Zudem wurde das Kennzeichen eines Polizeiautos gestohlen. Turbulenter Abend für Polizei und Rettungskräfte.

Es hagelt Anzeigen

Sämtliche Vorfälle werden der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur Anzeige gebracht. Zusätzlich werden mehrere Personen der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau wegen Übertretungen nach dem Sicherheitspolizeigesetz angezeigt. Im Zuge von Jugendschutzkontrollen wurden wegen Alkoholmissbrauchs mehrere Jugendliche und deren Erziehungsberechtigte ebenfalls der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau zur Anzeige gebracht.

Veranstalter bedauert die Vorfälle

Der Veranstalter bedauert im Gespräch die Vorfälle. „Wie vorgeschrieben waren während der Veranstaltung drei Security-Leute anwesend. Leider war es uns aufgrund der Menge an Leuten aber nicht mehr möglich auf alles zu achten“, bedauert Armin Payer, Obmann der Perchtengruppe Rennweg. „Teilweise haben die Gruppen selbst Alkohol mitgebracht und wollten bereits stark alkoholisiert auf unsere Aftershowparty kommen. Wir haben die Betrunkenen nicht mehr in das Festzelt gelassen“, betont der Obmann. Doch das ging leider nach hinten los. „Die Betrunkenen haben vor dem Zelt zu raufen begonnen. Das konnten wir leider nicht beeinflussen“, erklärt Payer. Für ihn ist jedoch klar: „Wir wissen, welche Gruppen beteiligt waren und werden aus den Vorfällen Konsequenzen ziehen“, weiters fügt Payer noch hinzu: „Diese Gruppen dürfen nächstes Jahr nicht mehr kommen.“

Einzelne schädigen das Ansehen der Läufe

Bedauert wird auch, dass nach solchen Vorkommnissen nur die negative Berichterstattung in Erinnerung bleibt. Denn der Lauf wäre ohne Probleme über die Bühne gegangen. Viele Kinder nahmen teil und der Veranstalter betontet, dass man sehr auf diese geachtet hätte.

Wird nun die Saison 2018 auch in einem Protestmarsch enden? Die Gruppen haben es in der Hand.

Im krassen Gegensatz zu den Erwachsenen, waren die Kids alle brav.

Im krassen Gegensatz zu den Erwachsenen, waren die Kids alle brav. - © Perchtengruppe Rennweg

Nach einigen Vorfällen veranstaltete man 2017 einen Marsch durch Klagenfurt:

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