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Sport - Klagenfurt
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EC-KAC vs. HCB Südtirol:

Der Meister als letzter Gegner vor der Pause

Klagenfurt – Im letzten Spiel vor dem neuerlichen International Break empfängt der EC-KAC am Sonntagabend den HCB Südtirol in Klagenfurt.

 7 Minuten Lesezeit (951 Wörter)

In seinem 26. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) zum 13. Mal zu Hause an, Gegner ist der amtierende Meister HCB Südtirol. Für diese Begegnung sind Tickets noch in sämtlichen Kategorien erhältlich, Karten können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen oder am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa gelöst werden. Diese Partie wird nicht im TV oder als Videostream übertragen, live vom Spiel berichten der Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

Die Ausgangssitutation:

Die Rotjacken mussten am Freitagabend bei Orli Znojmo ihre höchste Saisonniederlage hinnehmen, durch den 4:8-Verlust in Tschechien wurden die Klagenfurter auch an der Tabellenspitze abgelöst, an der nun wieder (mit einem Zähler Vorsprung und einem Spiel mehr) die Vienna Capitals stehen. Auf eigenem Eis holte der EC-KAC im bisherigen Verlauf der Spielzeit 28 von 36 möglichen Zählern, lediglich gegen den EC Salzburg blieb man in der vergangenen Woche gänzlich ohne Punkt. Den HCB Südtirol konnten die Rotjacken in beiden bisherigen Duellen heuer bezwingen, auswärts siegten sie im September mit 4:2, zu Hause im November mit 4:1.

Der Titelverteidiger aus Italien verlor, nachdem er zwischenzeitlich mehrfach auf Tabellenrang eins gestanden war, in den vergangenen Wochen etwas an Boden: Seine Serie von sechs Niederlagen am Stück konnte der HCB erst im Heimspiel gegen Schlusslicht Villach am Freitagabend beenden, als ein knapper 3:1-Erfolg gelang. Nach Klagenfurt kommen die Füchse mit einer bislang ausgezeichneten Auswärtsbilanz, ligaweit übertrifft keine andere Mannschaft die bislang 23 vom HCB Südtirol in der Fremde eingefahrenen Punkte.

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Im Auswärtsspiel in Znojmo am Freitagabend blieb der EC-KAC ohne Treffer bei Even Strength. Es war dies die erst zweite Saisonpartie (neben dem 1:2-Verlust in Wien Mitte Oktober), in der die Rotjacken kein Tor bei gleicher Spieleranzahl am Eis erzielen konnten.

3 – In den bisherigen beiden Saisonduellen mit Titelverteidiger HCB Südtirol kassierten die Klagenfurter insgesamt nur drei Gegentreffer. Alle drei Tore fielen während Powerplays für die Italiener, bei gleicher Spieleranzahl am Eis musste Rot-Weiß in 90:40 absolvierten Minuten noch keinen Verlusttreffer hinnehmen.

10 – Beim 4:8-Verlust gegen Orli Znojmo kassierte Adam Comrie für seinen Faustkampf gegen Jakub Stehlík eine 10-minütige Disziplinarstrafe. Damit wurde zum ersten Mal in der laufenden Saison ein KAC-Spieler mit mehr als zwei oder zwei plus zwei Strafminuten belegt. Mit durchschnittlich 8,88 Strafminuten pro Spiel sind die Rotjacken das fairste Team der EBEL.

18 – Seit der Länderspielpause Anfang November erzielte der EC-KAC nahezu die Hälfte (exakt 18) seiner 37 Treffer bei numerischer Überlegenheit. In diesem Zeitraum bestritten die Rotjacken neun Partien, in denen ihre durchschnittliche Erfolgsquote im Powerplay bei 40,9 Prozent lag, pro 4:05 Minuten numerischen Vorteils schrieben sie ein Mal an.

33 – Der Point Scoring Streak von Nick Petersen hielt auch bei der Auswärtsniederlage in Znojmo am Freitag, der Stürmer hat nun in jedem seiner letzten elf Spiele und insgesamt in 22 von 25 Saisonpartien gepunktet. Insgesamt kommt der Kanadier aktuell auf 13 Treffer und 20 Vorlagen, also 33 Scorerpunkte.

Der Gegner:

Der HCB Südtirol, amtierender Champion der Erste Bank Eishockey Liga, startete stark in die Saison 2018/19, in den ersten 17 Runden wurden die Füchse nur vier Mal in regulärer Spielzeit bezwungen. Das Blatt wendete sich nach dem International Break im November, seither gelangen den Italienern nur noch drei Siege in neun Partien. Dies resultierte im Abrutschten auf Tabellenplatz sechs, allerdings trennen den HCB in der hart umkämpften oberen Hälfte des Rankings aktuell auch nur fünf Zähler vom sprichwörtlichen Platz an der Sonne.

Schwer getroffen hat den Klub der verletzungsbedingte Ausfall von Mike Blunden, sammelte der Kanadier gemeinsam mit seinen Linienkollegen Brett Findlay und Daniel Catenacci bislang doch nicht weniger als 74 Scorerpunkte. An seine Stelle rückte nun Alex Petan in die erste Angriffsformation auf, zusätzlich nahm der HCB jüngst den letztjährigen Topscorer der Alps Hockey League, Riley Brace, unter Vertrag. In der Defensivabteilung können sich die Italiener vor dem starken Goalie Leland Irving auf einen soliden und im Kollektiv gut funktionierenden Verbund rund um den Finnen Markus Nordlund und den Kanadier Tim Campbell verlassen. Auffällig ist, dass Bolzano in seiner sechsten Saison in der Liga sowohl hinsichtlich der erzielten (2,69 pro Spiel, Schnitt der ersten fünf Jahre: 2,95) als auch der kassierten Treffer (2,42 gegenüber 2,78) historische Tiefstwerte aufweist.

Dem EC-KAC begegnete der italienische Rekordmeister Zeit seiner EBEL-Zugehörigkeit meist auf Augenhöhe, von den bislang 32 ausgetragenen Begegnungen gingen 17 an die Klagenfurter, 15 an Bolzano. In der Stadthalle setzte sich der HCB nur in drei seiner 16 bisherigen Gastspiele in regulärer Spielzeit durch.

Die Personalien:

Die Rotjacken werden das Heimspiel gegen den HCB Südtirol mit den gleichen 22 Akteuren bestreiten, die zuletzt auch in Znojmo zum Einsatz kamen. Allerdings kommt es sowohl in der Abwehr, wo Ramón Schnetzer unter die ersten Sechs rückt, als auch im Angriff, wo drei der vier Linien in ihrer Zusammensetzung verändert werden, zu personellen Adaptierungen. Nicht dabei sind gegen die Italiener unverändert Manuel Geier, Martin Schumnig und Thomas Hundertpfund, zwischen den Pfosten steht Lars Haugen.

Der Kommentar:

„Dass wir uns in Znojmo acht Gegentreffer eingefangen haben, war ein Schuss vor den Bug. Auch wenn wir heuer insgesamt defensiv gut gearbeitet haben, so hat uns diese Niederlage gezeigt, dass wir keinen Erfolg haben werden, wenn wir unser Konzept nicht über 60 Minuten hinweg umsetzen, nicht durchgehend konsequent agieren. Unsere Mannschaft brennt nun darauf, es vor eigenem Publikum besser zu machen und wieder ihr wahres Gesicht zu zeigen. Über die Qualitäten des HCB Südtirol weiß jeder Bescheid, wir müssen zweifellos zu unseren Tugenden und Gewohnheiten zurückkehren, um in dieser Partie reüssieren zu können.“ (Clemens Unterweger, Verteidiger EC-KAC)

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