Zum Thema:

24.04.2019 - 07:14Sattelzug durchbrach Mittel­leitschiene23.04.2019 - 18:58Villach ist top: Bei Zukunfts­ranking auf Platz 22!23.04.2019 - 17:17Villacherin erpesste 54-Jährigen mit intimen Fotos23.04.2019 - 14:54Eis­gekühlt & schnell: Villachs erster Getränke­lieferservice
Leute - Villach
Von links: Andreas Molzbichler (Suppenküche „Supperlative“), Stadtführerin Christa Trink, Optikermeister Alfred und Mag. René Plessin.
Von links: Andreas Molzbichler (Suppenküche „Supperlative“), Stadtführerin Christa Trink, Optikermeister Alfred und Mag. René Plessin. © Tourismusverband Villach, Adrian Hipp

Neue Stadtführung

Blender, Klemmer und Zwicker!

Villach – Der Tourismusverband widmet eine neue Stadtführung dem Brillenhandwerk und dem Optikergewerbe. Unter dem Titel „Vom Brillenschaf zum Brillenmuseum: Stadtführung mit Weitblick“ führt die Route von der Tourismusinformation in der Bahnhofstraße über die Drau und den Hauptplatz direkt zum Brillenmuseum von Alfred Plessin in der Freihausgasse. Kulinarischer Abschluss: ein köstlicher Linseneintopf.

 3 Minuten Lesezeit (377 Wörter) | Änderung am 22.01.2019 - 17.29 Uhr

Blenden als schreckliche Foltermethode

In neun Geschäften Villachs können derzeit Brillen gekauft werden. Vor 30 Jahren waren es noch wesentlich mehr. Dass hinter den Brillenmanufakturen aber eine mehrhundertjährige Geschichte mit starkem Villach-Bezug steckt, wissen die Wenigsten. Auch der große Philosoph, Alchimist, Astrologe, Mystiker und berühmte Heilkundige Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, befasste sich 1538 in Villach nachweislich mit der Glasmacherkunst. „Blenden galt im Mittelalter als schreckliche Foltermethode. Das ist sogar auf dem Pranger auf dem Unteren Hauptplatz in Stein gemeißelt“, erklärt Stadtführerin Christa Trink.

Weshalb Fielmann das Brillenschaf rettete

Wichtiger Stopp, Optik Fielmann am Hauptplatz: Hier erfahren Interessierte, weshalb Firmengründer Günther Fielmann das Kärntner Brillenschaf vor dem Aussterben rettete und weshalb der Optiker heute diese Kärntner Schafrasse in Norddeutschland züchtet. Dass auch dutzende Kärntner Wasserstellen – wie zum Beispiel die Quellen in St. Leonhard bei Siebenbrünn nahe Fürnitz – seit Urzeiten Augenleiden heilen, erläutert Austria Guide Christa Trink am Rautterbrunnen bei der Stadtpfarrkirche.

Brillenmuseum Plessin: „Besser sehen mit Bergkristall“

Höhepunkt der Führung ist das private Brillenmuseum von Optikermeister Alfred Plessin in der Freihausgasse. Hunderte Objekte aus der ganzen Welt, darunter so genannte Zwicker, Klemmer und Monokel aus dem 19. Jahrhundert, werden fein säuberlich und sehr übersichtlich in Vitrinen und Schaukästen präsentiert. Einige Gläser sind über 250 Jahre alt. „Ab 1350 gibt es Sehhilfen. Entdeckt wurden die ersten Vergrößerungen über geschliffene Bergkristalle in den Alpen“, weiß Plessin.

Kulinarischer Abschluss: ein köstlicher Linseneintopf!

Auf 85 Quadratmetern bestaunen Besucherinnen und Besucher bei Plessin exquisite und historisch äußerst wertvolle Sehhilfen. Zu jedem Exemplar erläutert Plessin jeweils eine eigene Geschichte: „Manche Rahmen wurden aus Schildkrötenpanzer und Rinderhörnern gefertigt. Dieses Stück habe ich auf einem Straßenmarkt in China gefunden.“ Sorgfältig nimmt der Brillenexperte die Bügel auseinander. Die Zeitreise mit Weitblick hat aber auch auf die wichtige Glasermetropole Venedig im Fokus. Als kulinarischen Abschluss kredenzen Johanna und Andreas Molzbichler (Suppenküche „Supperlative“) am Freihausplatz passend zum Thema einen herrlich mundenden Linseneintopf.

Treffpunkt & Termin

Treffpunkt

Termin

  • Mittwoch, 23. Jänner 2019, 16:00 Uhr
  • Kostenlose Teilnahme mit der Winter Kärnten Card!

Tickets

  • 9 Euro
  • 7 Euro ermäßigt
Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (14 Reaktionen)
Schlagwörter:
Kommentare laden
ANZEIGE