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© Maurer/KK

Vom LKH Villach in die Nikolaigasse

Ambulanz de La Tour zieht um

Villach – Die Ambulanz de La Tour in Villach zieht vom LKH Villach in die Nikolaigasse 39: Mit 1. Februar sind Alkohol- und Spielsuchtambulanz der Diakonie unter einem Dach vereint.

 3 Minuten Lesezeit (390 Wörter) | Änderung am 25.01.2019 - 11.17 Uhr

Das Angebot der Ambulanz de La Tour richtet sich an Menschen, die einen problematischen Umgang mit Alkohol und Medikamenten aufweisen bzw. schon Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeiten entwickelt haben. Bedingt durch den Umzug vom LKH Villach in die Nikolaigasse 39 bleibt die Ambulanz von 29. bis 31. Januar 2019 geschlossen. Im selben Gebäude befindet sich auch die Spielsuchtambulanz de La Tour. Mit 1. Februar ist die Ambulanz de La Tour der Diakonie am neuen Standort geöffnet.

700 Personen besuchen Ambulanz jährlich

Das Ziel der seit 1997 bestehenden Einrichtung ist es, hilfesuchenden Personen ein niederschwelliges Angebot bereitzustellen, sodass sie direkt – ohne ärztliche Zuweisung – zu einem Beratungsgespräch kommen können. Im Schnitt frequentieren die Ambulanz 700 Personen pro Jahr, die Anzahl der therapeutischen Patientenkontakte liegt bei 8.000.

„Die Ambulanz de La Tour in Villach ist eine ideale Ergänzung zum stationären Angebot im Krankenhaus de La Tour in Treffen“, sagt Primaria Dr. Renate Clemens-Marinschek, die mit Dr. Sonja Tiffner als Teamleitung die ärztliche Leitung der Ambulanz innehat. „Für Menschen, die einen problematischen Umgang mit Alkohol oder Medikamenten aufweisen bzw. bereits eine Abhängigkeitserkrankung entwickelt haben, wird hier – gemeinsam mit ÄrztInnen und einer Psychologin – nach einem Weg aus der Sucht gesucht. Dabei erzielen wir auch mit ambulanten Therapien sehr gute Erfolge.“

Enger Kontakt zum LKH Villach bleibt erhalten

Der enge Kontakt zum LKH Villach bleibt auch nach der räumlichen Trennung bestehen: „Die Patienten kommen wie bisher vom LKH Villach zu uns. Falls das nicht möglich ist, kommen Therapeuten ins LKH“, so Primaria Dr. Clemens-Marinschek.

Das Angebot der Ambulanz richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an deren Angehörige. Diese erhalten Informationen über Behandlungsmöglichkeiten oder werden in einer eigenen Angehörigengruppe begleitet. Somit ist die Ambulanz de La Tour auch für Angehörige eine wichtige Anlaufstelle.

Spezielles Angebot in der „Führerscheingruppe“

Eine Besonderheit im Angebot der Ambulanz ist die sogenannte „Führerscheingruppe“: Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die alkoholisiert ein Fahrzeug gelenkt haben. Sie werden durch einen Arzt der Bezirkshauptmannschaft oder einen Polizeiarzt zugewiesen. „Bei dieser Personengruppe steht nicht die Abstinenz im Vordergrund, sondern die Einsicht, dass sie in alkoholisiertem Zustand kein Fahrzeug lenken dürfen“, so die Primaria. 69 solcher Gruppen wurden im Jahr 2018 abgehalten.

Achtung: Mit 1. Februar ändert sich nicht nur die Adresse, sondern auch die Telefonnummer: Die Ambulanz de La Tour ist dann unter der Nummer 04242/25650 erreichbar.

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