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Politik - Villach & Klagenfurt
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Strafen bis zu 7.500 Euro drohen

Aktion „Katzen­kastration“ startet wieder

Kärnten – Katzen werden in einem Alter von knapp sechs Monaten geschlechtsreif und können bis zu dreimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Um einer rasant wachsenden Population an Streunern etwas entgegensetzen zu können, startet das Land Kärnten auch heuer wieder die Aktion „Katzenkastration“.

 2 Minuten Lesezeit (329 Wörter) | Änderung am 04.02.2019 - 15.02 Uhr

„Die einzig nachhaltige und tiergerechte Methode, die sonst rasant wachsende Population von Streunerkatzen einzudämmen, stellt die Kastration dieser Tiere dar“, erklärt Tierschutzreferentin Beate Prettner am Montag. „Damit werden auch die Ausbreitung von Krankheiten in der Katzenpopulation und die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen verhindert“, so Prettner. Die Aktion „Katzenkastration“ wird vom Land Kärnten gemeinsam mit dem Gemeindebund und der Kärntner Tierärztekammer durchgeführt und zu je einem Drittel finanziert. Die Honorarhöhe im Rahmen dieser Sonderaktion wurde für die Kastration einer Katze mit 103,50 Euro und für die Kastration eines Katers mit 58,50 Euro festgelegt.

Wie die Kärntner Tierschutzombudsfrau Jutta Wagner erklärt, werden die kastrierten Streunerkatzen mit einem „Ear tipping“ versehen und wieder dort freigelassen, wo sie zuvor eingefangen wurden. „Das Ear tipping verhindert einen mehrmaligen Fang“, so Wagner.

Hohe Strafen drohen

Die Tierschutzombudsfrau macht zudem – vor allem Landwirte – auf einen seit 1. Jänner 2019 gültigen bundesweiten Tierschutz-Gesetzespassus aufmerksam: Demnach müssen alle Zuchtkatzen, das sind alle unkastrierten freilaufenden Katzen, welche einen Tierhalter haben, auf der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden. Der Tierhalter muss diese beim Tierarzt mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen und eine Registrierung in der österreichischen Heimtierdatenbank durchführen. Bei Nichtbeachtung drohen Strafen bis zu 3.750 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 7.500 Euro. Anders ausgedrückt, bedeutet dieses Gesetz, dass es ab heuer keine Ausnahmen von der Katzenkastration in bäuerlicher Haltung mehr gibt: Entweder müssen die auf Bauernhöfen lebenden Katzen kastriert werden oder sie sind als Zuchtkatzen zu melden.

Auch der Verein „Tierschutz aktiv Kärnten“ berichtet auf seiner Facebook-Seite immer wieder über nicht kastrierte Streunerkatzen.

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