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Geisterfahrer-Statistik

Wörthersee-Abschnitt war 2018 besonders gefährlich

Kärnten – 370 Mal wurde im Jahr 2018 in Österreich vor Geisterfahrern gewarnt. Das geht aus der Ö3-Geisterfahrerstatistik hervor. Kärnten liegt im Bundesländervergleich auf Platz vier, hier gab es im vergangenen Jahr 45 Meldungen. Am Wörthersee-Abschnitt auf der Südautobahn (A2) waren österreichweit am zweitmeisten Geisterfahrer unterwegs.

 4 Minuten Lesezeit (523 Wörter) | Änderung am 13.02.2019 - 15.56 Uhr

Im Bundesländerranking führt das dritte Jahr in Folge die Steiermark mit den meisten Meldungen, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Dahinter liegen Kärnten, Tirol und mit Abstand Salzburg, das Burgenland, das Vorarlberg überholt hat und Wien am Ende der Reihung. Einen deutlichen Anstieg verzeichnet das Burgenland, leichte Zuwächse auch Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Stark zurückgegangen sind die Zahlen in Tirol, deutlich auch in der Steiermark und in Wien. Niederösterreich verzeichnet ein leichtes Minus.

Situation in Kärnten

45 Geisterfahrermeldungen gab es 2018 in Kärnten, das sind drei mehr als im Vorjahr. Am Wörthersee-Abschnitt auf der A2 waren in Kärnten die meisten Geisterfahrer unterwegs, nämlich 15. Dahinter folgt das Teilstück Unterkärnten (A2, 9 Meldungen) und das Teilstück Villach-Arnoldstein (A2, 7 Meldungen).

Der Wörthersee-Abschnitt ist nicht nur das Teilstück mit dem größen Anstieg an Meldungen (+5) in Kärnten, sondern liegt österreichweit auch noch auf Rang 2, was die Häufigkeit an Geisterfahrermeldungen anbelangt. Laut ORF habe sich dort die Lage in den letzten zehn Jahren aber etwas entspannt. Der Abschnitt sei auch schon regelmäßig der gefährlichste gewesen, war aber in den letzten Jahren nur noch im Mittelfeld zu finden. Der neuerliche Anstieg auf 15 Geisterfahrer könnte ein statistischer Ausreißer sein.

Der auffälligste Autobahnknoten in Kärnten ist der Knoten Villach. Das Teilstück mit dem stärksten Rückgang ist der Abschnitt A2 Unterkärnten (-4, von 13 auf 9).

Kärnten

  • Bundesländerrang: 4
  • Gesamtzahl: 45 Meldungen
  • Bisheriger Höchstwert: 92 (2004)
  • Bisheriger Tiefstwert: 26 (2011)

Besondere Vorfälle in Kärnten

Am 15. Februar wurde auf der A2 im Wörtherseeabschnitt ein LKW als Geisterfahrer gemeldet. Am 18. April wird ein älterer Herr am Steuer auf der A2 zwischen Villach und Arnoldstein als Geisterfahrer gesichtet und schließlich gestoppt.

Am 9. September auf der A2 bei Arnoldstein verursacht ein 55-jähriger Kärntner als Geisterfahrer einen Unfall, bei dem sieben Menschen verletzt werden, drei davon schwer. Im Jänner 2019 wird der Lenker nicht rechtskräftig zu 27 Monten Haft verurteilt, die Mordanklage findet keine Mehrheit. Er wird der fahrlässigen und schweren Körperverletzung schuldig gesprochen.

Wie bei Geisterfahrermeldung richtig verhalten?

Wenn es zu einer Geisterfahrt kommt, alarmiert die ASFINAG sofort die Polizei und informiert den Verkehrsfunk. An den Überkopfwegweisern und Wechseltextanzeigen werden die Warnhinweise aktiviert – alle Notrufsäulen entlang der Strecke blinken. Umliegende Tunnel werden auf gelb („Achtung, Vorsicht“) oder auf rot („Tunnel gesperrt“) geschalten. Erst wenn die Polizei Entwarnung gibt, deaktiviert die ASFINAG wieder alle Anzeigen und informiert alle beteiligten Organisationseinheiten und die Radios mit Verkehrsfunk.

So verhaltet ihr euch bei einer Geisterfahrerwarnung richtig

  • Ruhe bewahren
  • Geschwindigkeit reduzieren
  • Abstand zum Auto vor euch erhöhen
  • Auf dem rechten Fahrstreifen einreihen und nicht überholen
  • Nach Möglichkeit beim nächsten Parkplatz/Rastplatz stehenbleiben und warten, bis es Entwarnung gibt

Die meisten Geisterfahrten entstehen laut ASFINAG, weil die Fahrerinnen oder Fahrer verwirrt oder gar alkoholisiert sind, auch absichtliches Wenden auf der Autobahn lässt sich klarerweise nicht verhindern. Für alle anderen Situationen hat die ASFINAG aber wirksame Maßnahmen gesetzt, um Geisterfahrten zu vermeiden (z.B. Sensoren und Warntafeln).

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