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Wirtschaft - Villach
Inhaberin Katharina Gregori:
Inhaberin Katharina Gregori: "Ich möchte mich bei jedem Einzelnen bedanken. Danke für den Rückhalt, die Solidarität und die unzähligen aufbauenden Worte, die mich erreicht haben." © Privat

"Na dann kaufen wir erst recht die Finkensteiner Nudeln":

Genial: Villacher verwandeln Nudelfabrik-Strafe in Segen

Villach – Nahezu alle Leser ärgerten sich über die Strafe, die der Finkensteiner Nudelfabrik auferlegt wurde. Grund dafür war eine anonyme Anzeige. Was danach geschah, ist schon etwas Besonderes und zeigt einmal mehr, wie cool die Villacher eigentlich drauf sind und wie alle hinter einem heimischen Betrieb stehen!

 3 Minuten Lesezeit (429 Wörter) | Änderung am 16.02.2019 - 12.46 Uhr

Über manche Gesetze und Vorschriften kann man sich nur wundern. Die Strafe für die Finkensteiner Nudelfabrik rund um eine „falsche“ Beschriftung, sorgte für viele Sympathien und Verständnis. Für viele ist es ein schier unüberblickbarer Vorschriftendschungel. Vor allem Villacher, aber auch Menschen aus anderen Bundesländern, reagierten prompt und man konnte Facebook-Kommentare lesen wie: „Hallo liebe Finkensteiner, wo kann ich eure Nudeln kaufen?“, „Das werde ich machen als Unterstützung gegen diesen Schwachsinn.“, „Das bringt mich nur dazu noch mehr Finkensteiner Nudeln als sonst zu kaufen, damit ihr ganz schnell die 700 Euro wieder drin habt,“  Ich kaufe ab jetzt NUR MEHR Finkensteiner Nudel!!!“ Auch ein Wiener schreibt: „Alleine aus Solidarität gegen diese Dummheit kaufe ich sie.“ Die auferlegte Strafzahlung wurde also in einen Segen verwandelt.

Villacher halten zusammen

Was nach ihrem Facebookposting über die Strafe unter anderem wegen einem fehlendem „s“ und das Symbol einer Sanduhr, das die Kochzeit angeben soll – ohne jedoch das „Kochen“ explizit zu erwähnen, passierte, dürfte selbst für die Inhaberin Katharina Gregori eine Überraschung gewesen sein. Erstens regnete es mediale Berichte nicht nur in Kärnten, sondern auch die Wiener Tageszeitung „Heute“ oder „die Presse“ griffen den Fall auf. Eine unbezahlbare Werbung – denn nun kennt man die Finkensteiner Nudelfabrik im ganzen Land. Zweitens, wie oben aus den Kommentaren hervorgeht, kaufen nun viele Villacher erst recht die Finkensteiner Nudeln und posten dann ein Foto auf Facebook. Davon gab es in den letzten Tagen einige online zu sehen.

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Solche Beiträge gibt es auf Facebook derzeit zu sehen

Solche Beiträge gibt es auf Facebook derzeit zu sehen - © KK/ Facebook-Screenshot

Spürbare Solidarität

Katharina Gregori gegenüber 5 Minuten Villach: „Ich kann noch immer kaum glauben, wie enorm die Solidarität und der Rückhalt der Menschen ist.“ Da es Wochenende ist, kann über den steigenden Umsatz noch keine genaue Zahl verraten werden. Aber eines vorweg: „Im Marktcafé kann man schon beobachten, dass die Leute uns sehr unterstützen. Das ist komplett voll. Auch bei den Bestellungen nächste Woche rechnen wir mit einem Anstieg und ich hoffe, wir kommen mit der Produktion nach“, lacht die Chefin der Finkensteiner Nudelfabrik glücklich. Dabei war das alles so gar nicht geplant. Das sich ein Medium nach dem anderen bei ihr meldet, damit hat die Unternehmern überhaupt nicht gerechnet. Sie ist „zu tiefst dankbar“ und „stolz“, dass ein „kleines Unternehmen so großen Rückhalt bekommt.“ Die Nudelfabrik wird vor allem von den Villachern nicht alleine im Regen stehen gelassen. Im Gegenteil, jetzt wird zusammengehalten – gemeinsam statt einsam.

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