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Wirtschaft - Villach
Neuer Luxussportwagen Maguari HS1 GTC.
Neuer Luxussportwagen Maguari HS1 GTC. © Hispano Suiza

Hispano Suiza wiederbelebt

Fix: Villach wird Produktions­standort für 2,2 Mio. teures Luxusauto

Villach – "Wird Villach zur Autohochburg?" titelten wir im November 2017. Damals ging es um die Wiederbelebung der Marke "Hispano Suiza" - und die Suche des Herstellers nach einem geeigneten Produktionsstandort in Villach. Anschließend wurde es aber wieder still um die Marke. Doch seit gestern steht fest: Hispano Suiza wird in Villach Luxussportwägen produzieren. Einstiegspreis: 2,2 Millionen Euro.

 4 Minuten Lesezeit (529 Wörter)

Die Geschichte von Hispano Suiza ist durchaus verworren. Die Marke ist vor allem bekannt für ihre Vorkriegs-Luxusautos und Flugzeugmotoren. Fast acht Jahrzehnte lag die Marke im Dornröschenschlaf, bis sie schließlich vom österreichischen Automobildesigner Erwin Himmel „wachgeküsst“ wurde. 2010 wurde auf dem Autosalon in Genf ein Prototyp vorgestellt. Bald wird dessen Nachfolger präsentiert – und auch verkauft. Die Marke richtet sich an einen exklusiven Kundenkreis. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge mit einem Einstiegspreis von 2,2 Millionen Euro ist für Ende des Jahres 2019 geplant.

„Wir möchten die exklusivsten und komfortabelsten Luxussportwagen bauen, atemberaubende Meisterstücke“, sagt Himmel über den neuen Maguari HS1 GTC. So heißt das neue Millionengefährt „made in Villach“.

1.085 PS – 380 km/h

Das Auto befindet sich laut Unternehmen in der letzten Testphase. Getreu der Philosophie der Marke seien Exterieur, Interieur und technische Hauptmerkmale von den klassischen Hispano Suiza Modellen in die Moderne transportiert. Der 5,2 Liter V10 Bi-Turbo Motor (unterstützt durch elektrische Kompressoren) generiert 1.085 PS und beschleunigt das Auto in 2,8 Sekunden auf 100 km/h bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h.

Präsentation noch im Frühjahr

Offiziell präsentiert wird der neue Hispano Suiza Supersportwagen im Frühjahr 2019 – weitere Informationen sollen in Kürze folgen. „Ausgewählte Kunden werden zu einer exklusiven Präsentation des Fahrzeuges mit Olivier Boulay und mir eingeladen. Wir haben Partnerschaften mit großen Namen und Zulieferern in der Automobilindustrie geschlossen, um unseren Kunden das beste Produkt am Markt zu garantieren. Und um unsere Kunden auch direkt vor Ort betreuen zu können, haben wir Repräsentationsbüros in New York, Abu Dhabi, Hongkong und ein Design Studio in Paris eröffnet“, sagt Erwin Himmel.

Produktion in Villach

Produziert werden die Luxuswägen aber in Villach, wie uns Daniel Baumgartner versichert. Er leitet gemeinsam mit Erwin Himmel das Unternehmen. Der aktuelle Standort in Villach wird erweitert, parallel beginnen die Planungen für eine neue Manufaktur. Diese soll ab 2020/21 in Villach oder Umgebung entstehen. Der Maguari HS1 GTC wird nicht das letzte Modell der wiederbelebten Marke bleiben. „Ein weiteres Modell ist bereits in Planung“, verrät uns Baumgartner. Es wird den Namen „Spyder“ tragen. Die Forschung und Entwicklung dafür soll auch am Standort Villach geschehen.

Vom 2,2 Millionen Euro teuren Maguari HS1 GTC sind über eine Laufzeit von sechs Jahren 300 Exemplare geplant. Anfang März soll der erste Sportwagen in Villach fertiggebaut sein.

Kontroverse um Markenrechte

2010 habe Erwin Himmel die europäischen Markenrechte für Hispano Suiza erworben, „und mittlerweile auch in allen für uns strategisch wichtigen Märkten weltweit“, erklärt er in einer Aussendung. Im selben Jahr gründete er die Hispano Suiza Automobilmanufaktur AG.

Im März findet der internationale Autombil-Salon in Genf statt – mit dabei auch Hispano Suizia. Wir erinnern uns: 2010 präsentierte das neu gegründete Unternehmen dort einen Prototyp. 2019 taucht in Genf allerdings nicht das neue Unternehmen, sondern das ursprüngliche „Hispano Suiza“ auf – und präsentiert dort ebenfalls unter diesem Namen ein Auto. Ein Rechtsstreit zeichne sich aber nicht ab, so Baumgartner. Das „Markenamt“ würde den Fall derzeit prüfen. Die Altmarke sei laut Baumgartner „zum Großteil nicht mehr reaktivierbar“.

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