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Politik - Villach
Mit Blumen und Schildern hätte es heute einen gemeinsamenFototermin in der Innenstadt geben sollen. Nicht alle kamen.
Mit Blumen und Schildern hätte es heute einen gemeinsamenFototermin in der Innenstadt geben sollen. Nicht alle kamen. © SPÖ Villach

Bürgermeisterpartei bleibt Fototermin fern:

SPÖ/ÖVP: Kein gemeinsames Foto zum Weltfrauentag

Villach – Heute, kurz vor der Gemeinderatssitzung, lud Stadträtin Katharina Spanring (ÖVP) zum Fototermin. Die Villacher ÖVP will Schilder mit Forderungen zu Frauenrechten hochhalten. Dabei nicht anwesend wird die Villacher SPÖ sein, denn Schilder und Blumen seien zu wenig. GRÜNEN Villach schließen sich an.

 3 Minuten Lesezeit (371 Wörter)

„In Villach fordert die ÖVP Dinge, die die ÖVP in der Bundesregierung wegnimmt“, heißt es als Antwort auf die Frage, warum heute kein gemeinsamer Fototermin möglich ist. In Villach stellt sich die ÖVP auf ein Foto und fordert unter anderem wirtschaftliche Unabhängigkeit für Frauen und den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen. „Wir bleiben gespannt, ob heute unser dringlicher Antrag von der ÖVP mitgetragen wird – Eltern sollen ja zur Kasse gebeten werden, weil im Bund das Geld eingestellt wird beziehungsweise die Förderung ausläuft,“ so Frauenreferentin und Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser.

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Mag.a Gerda Sandriesser, Vizebürgermeisterin (SPÖ)

Mag.a Gerda Sandriesser, Vizebürgermeisterin (SPÖ) - © Stadt Villach/ Gerhard Maurer

Glaubwürdigkeit hinterfragt

Die SPÖ wird sich dem Fototermin fernhalten. „Die ÖVP fährt im Retourgang in der Frauenpolitik, da werden wir hier kein Schönwetter-Foto für Facebook und Instagram machen“, sagt Gerda Sandriesser. „Bei uns gibt es mehr als Blumen zum internationalen Weltfrauentag – wir kämpfen weiterhin für die Gleichstellung von Mann und Frau, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit unsere Töchter die gleichen Chancen wie unsere Söhne haben.“

Politische Entscheidungen

Ihrer Meinung nach tut das die ÖVP nicht, weswegen die Foto-Aktion einfach nicht glaubwürdig wäre. Beispiele dafür nennt sie auch: „Kein einziges Regierungsmitglied (ÖVP und FPÖ) hat das Frauenvolksbegehren unterschrieben, eine versprochene Unterhaltsgarantie um Kinderarmut zu bekämpfen wurde im Parlament von der ÖVP abgelehnt und Kürzungen im Kinderbetreuungs- und Schulbereich wurden vorgenommen An Frauen vorbei regiert wurde auch durch den Familienbonus PLUS. Maßnahmen wie der Familienbonus benachteiligen Geringverdiener– und damit besonders Frauen und Alleinerzieherinnen – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.“

Die Grünen kritisieren ebenfalls

Die Grünen Villach bleiben dem Fototermin ebenfalls fern. „Schwarz-Blau kürzt nämlich auch die Förderungen der Frauenhilfsorganisationen, die Mindestsicherung und plane die Notstandshilfe abzuschaffen. Damit sind die Errungenschaften der Frauenpolitik der letzten Jahre massiv in Gefahr! Frauen blieben damit in der finanziellen Abhängigkeit, auch in Gewaltbeziehungen, in Pflegesituationen, in Kinderzeiten und riskieren zusätzlich Altersarmut.“

Dass die GRÜNEN und die Villacher SPÖ dem heutigen Fototermin fernbleiben, solle als Zeichen gegen die derzeitige Richtung der Bundespolitik gewertet werden.

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