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Aktuell - Klagenfurt
© fotolia.com | Gina Sanders

Das Rote Kreuz äußert sich erneut zum Vorfall

Belegt: Malaria­infektion kam über Blut­konserve

Klagenfurt – Jetzt ist es belegt: Die in Kärnten an einer Malariainfektion gestorbene Frau steckte sich tatsächlich über eine Blutkonserve an. "In einer der Proben konnten Malaria-Erreger nachgewiesen werden", berichtet das Rote Kreuz am Donnerstagabend.

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„Die in Frage kommenden rückgestellten Proben der verabreichten Blutkonserven wurden mittlerweile in einem Speziallabor untersucht. In einer der Proben konnten Malaria-Erreger nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden der Staatsanwaltschaft in Klagenfurt übergeben. Weitere Schritte werden von der Staatsanwaltschaft eingeleitet“, heißt es in einer Aussendung des Roten Kreuzes.

Ärztlicher Leiter spricht Beileid aus

„Das ist ein wirklich tragischer Fall, unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen. Dem Roten Kreuz ist es ein großes Anliegen, hier komplette Klarheit zu erlangen und wir werden selbstverständlich unser Möglichstes dazu beitragen“, sagt Dr. Albert Sima, ärztlicher Leiter der Blutspendezentrale des Kärntner Roten Kreuzes in Klagenfurt. Das Rote Kreuz betont, dass von der Blutspendezentrale für Kärnten alle gesetzlichen Vorgaben jederzeit peinlich genau eingehalten werden.

Erläuterung des Roten Kreuzes

Blutkonserven werden in Österreich nicht auf Malaria getestet, da

  • der Überträger der Krankheit in Mitteleuropa nicht heimisch ist und es damit für Personen, die nicht im Ausland waren, keine Risikoexposition gibt
  • das Vorliegen eines Risikos mit der Frage nach Auslandsaufenthalten in den letzten 6 Monaten (wird am Spenderfragebogen erfragt) gut erkannt werden kann

Restrisiken lassen sich in der Medizin nie ganz vermeiden – hier müsse aber der Kontext gesehen werden:

  • Blut ist ein Notfallmedikament, das in medizinischen Ausnahmelagen auf ärztliche Anweisung gegeben wird, in denen es vielfach keine andere Möglichkeit gibt.
  • Durch eine Vielzahl an Tests und Sicherheitsbestimmungen sind Blutprodukte heutzutage sehr sicher, das Restrisiko von Infektionen beträgt zwischen eins zu eine Million zu eins zu zehn Millionen.

Das Rote Kreuz geht davon aus, dass Blutspender, die freiwillig und unbezahlt etwas Gutes tun möchten, die Fragen im Spenderfragebogen nach bestem Wissensstand beantworten. Die freiwillige und unbezahlte Blutspende ist deshalb eine wichtige Säule in der Erreichung größtmöglicher Blutsicherheit.

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