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Cannabis ist in vielen Ländern bereits legalisiert, in Österreich ist vom Anbau bis zum Konsum noch alles verboten.
Cannabis ist in vielen Ländern bereits legalisiert, in Österreich ist vom Anbau bis zum Konsum noch alles verboten. © Pexels

"Pot-Smokers-Day"

420 – Heute ist internationaler Tag der Kiffer

Kärnten – Während viele von den letzten Ostervorbereitungen gestresst sind, gehen andere den heutigen Samstag, 20. April, "gechillter" an. Heute ist nämlich, neben dem Samstag vor Ostern, der "internationale Cannabis-Tag", auch 420 (four-twenty) genannt.

 4 Minuten Lesezeit (505 Wörter) | Änderung am 20.04.2019 - 11.21 Uhr

Das Wichtigste vorweg: In Österreich ist der Konsum von Cannabis illegal. Der internationale Cannabis-Tag, im englischen auch „Pot-Smokers-Day“ genannt, darf also bei uns nicht zelebriert werden. Anders sieht das in vielen Teilen der USA oder anderen Ländern wie etwa den Niederlanden aus.

420 – Der 20. April

Der 20. April wird vor allem in den USA von vielen Marihuana-Enthusiasten gefeiert. Dort ist der Konsum von Cannabis in manchen Staaten seit 2014 legalisiert. Das hat teilweise auch kuriose Auswirkungen, wie die mehrfache Entwendung von Straßenschildern mit der Geschwindigkeitsbegrenzung von 420 Meilen/Stunde. Doch 420 ist auch weit über die US-Amerikanischen Landesgrenzen hinweg bekannt.

Warum eigentlich 420?

Warum der „internationale Cannabis-Tag“ jährlich am 20. April gefeiert wird? Darüber herrscht eine gewisse Unklarheit. Es gibt jedoch einige Vermutungen, beziehungsweise Legenden über den Ursprung des Kiffer-Feiertages.

Am wahrscheinlichsten scheint folgende Version zu sein: Eine Gruppe von fünf Schülern der San Rafael High School aus Nordkalifornien gelangte im Herbst 1971 in den Besitz einer handgezeichneten Karte, die angeblich den Weg zu einer Marihuana-Plantage zeigte. Die fünf Schüler machten sich um 16.20 Uhr (engl. 4.20 pm) mit der Karte auf den Weg, um die Plantage zu finden. Natürlich haben sie diese nie gefunden. Die gescheiterte Schatzsuche muss allerdings einen nachhaltigen Eindruck auf die Gruppe und ihr Umfeld hinterlassen haben, denn in Anlehnung an die zuvor genannte Uhrzeit wurde 420 zum Code für das gemeinschaftliche Kiffen.

Über den Ursprung von 420 gibt es viele Versionen. Welche davon letztendlich der Wahrheit entspricht, lässt sich aus heutiger Sicht natürlich nur noch äußerst bedingt verifizieren.

Gesetzliche Lage in Österreich

Das österreichische Suchtmittelgesetz umfasst Regelungen zum Umgang mit psychotropen Stoffen. Diese sollen Missbrauch verhindern und die Gesundheit der Bevölkerung gewährleisten. Psychotrope Stoffe sind all jene, die einen Zustand der Abhängigkeit oder eine Anregung/Dämpfung des Zentralnervensystems hervorrufen. Dazu gehören Halluzinationen und Störungen der motorischen Fähigkeiten, des Denkens und Verhaltens, der Wahrnehmung und der Stimmung.

Was ist verboten?

Zu diesen Stoffen gehört auch Cannabis, dass durch die Trennung der Blüte beziehungsweise des Harzes von der Pflanze gewonnen wird und THC-haltig ist. Deshalb ist in Österreich der Anbau, der Erwerb, die Verarbeitung, der Besitz, der Verkauf, das Weitergeben und die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Cannabis, Cannabis Harz, Extrakten und Tinkturen verboten.

Beim Anbau ist die Gesetzeslage allerdings ein bisschen schwammig, denn er ist nicht automatisch strafbar, sondern nur wenn er zur Gewinnung von Suchtmitteln betrieben wird. Das liegt daran, dass Setzlinge kaum THC enthalten und dieses erst in der Blüte weiblicher Pflanzen gebildet wird. So kann man straflos nicht blühende Pflanzen züchten.

Sagt uns eure Meinung: Soll Cannabis legalisiert werden?

Schon seit Jahren möchten verschiedene österreichische Politiker Marihuana legalisieren. Obwohl international der Trend in eine andere Richtung geht, möchte die Bundesregierung dem nicht zustimmen und fordert sogar härtere Strafen für Cannabis-Konsumenten. Wie seht ihr das? Sollte Cannabis in Österreich legalisiert werden? Oder möchtet ihr, dass die Droge weiterhin illegal bleibt? Schreibt eure Meinung in die Kommentare unter den Beitrag.

 

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