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Politik - Villach
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Rechnungsabschluss 2018

Millioneninves­titionen in die Bildung der VillacherInnen

Villach – Finanzreferent Bürgermeister Günther Albel präsentiert morgen, Freitag, am 26. April 2019 in der Gemeinderatssitzung den Rechnungsabschluss 2018. Investitionen in Bildung und Ausbildung wurden forciert. Doch die verpflichtenden Landesabgaben steigen im Vergleich zur Einnahmenentwicklung in einem unverhältnismäßig hohen Maß.

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Der Rechnungsabschluss 2018 zeigt, dass sich behutsames Wirtschaften bezahlt macht. Der Ordentliche Haushalt beläuft sich auf 198,4 Millionen Euro, im Vergleich zu 2017 ein Plus von 2,23 Prozent. Der Außerordentliche Haushalt beläuft sich auf 23,4 Millionen Euro (plus eine Million Euro). Der Personalaufwand ist im Österreichvergleich weiterhin niedrig, sein Anteil an den laufenden Ausgaben beträgt 23,4 Prozent (plus 0,5 Prozent zu 2017).

Belastungen wachsen stark an

„Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2018 ist zwar ausgeglichen, es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Herausforderungen von Jahr zu Jahr größer werden“, betont Albel. Er spricht damit die verpflichtenden Abgaben an, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, darunter soziale Ausgaben an das Land (20,47 Millionen Euro) und Betriebsabgänge der Krankenanstalten (10,85 Millionen Euro).

„Beste Rahmenbedingungen für heranwachsende Generationen“

Stark investiert hat die Stadt Villach in den Bereich Bildung und Ausbildung. Dies soll auch so bleiben. „So schaffen wir beste Rahmenbedingungen für heranwachsende Generationen“, erklärt Albel. Mit rund zwei Millionen Euro wurde die Fachhochschule gefördert, in die Generalsanierung der NMS Lind flossen in Summe 4,2 Millionen Euro, in die Generalsanierung der Polytechnischen Schule und des Kindergartens Landskron 690.000 bzw. 510.000 Euro. In der Volksschule St. Magdalen wurden die Turnsaalbeleuchtung, die Heizzentrale und die Lüftung (90.000 Euro), in den Volksschulen St. Martin und Völkendorf um je 70.000 Euro Akustikdecken und Beleuchtung erneuert.

Weitere Investitionen:

  • Unterstützung der Sanierung der Burg Landskron,
  • Erneuerungen in der Musikschule,
  • Maßnahmen wie einen Liftzubau im Stadtmuseum,
  • eine Tragkraftspritze für die FF Judendorf
  • sicherheitstechnische Maßnahmen im Rathaus

„Amtswege werden Schritt für Schritt digitalisiert“

Im Magistrat werden die Ausgaben ebenfalls ständig optimiert. Knapp 1,5 Millionen Euro an Sparvolumen wurden erreicht. Als Beispiel sei die umgestaltete Stadtzeitung genannt, die seit heuer umweltfreundlicher und kostensparender produziert wird“, so der Bürgermeister. Zudem prüft ein Digitalisierungsbeauftragter alle magistratsinternen Abläufe auf Effizienz-Potenzial. Oberstes Ziel ist freilich die Servicenutzen für Bürgerinnen und Bürger. „Die Amtswege sollen Schritt für Schritt digitalisiert werden und so Zeit sparen“, betont Albel.

Grüne Offensive für Innenstadt

„Villach lebt Grün“ ist eine weitere Offensive der Stadt, die 2018 forciert wurde. Neue Bänke laden, umrahmt von Blumendekor, zum Verweilen ein. „Damit erfüllen wir den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach kostenlos nutzbaren Sitzgelegenheiten“, erklärt der Bürgermeister. Im Rahmen der Grünoffensive ist auch die Begrünung von Hausfassaden angedacht. Ob der hohen Veranstaltungsdichte werden die Maßnahmen aber so konzipiert, dass sie leicht zu verräumen sind.

Zum Gedanken an mehr Grün und Nachhaltigkeit passt auch der Ausbau der Rad-Infrastruktur, der im Jahr 2018 fortgeführt wurde. Dazu gehören 800 sichere Stellplätze für Fahrräder, der Ausbau von Radwegverbindungen und die Öffnung der Fußgängerzone für Radlerinnen und Radler.

Erfreuliche Entwicklung bei den Einnahmen

Erfreulich für die Stadt ist der kontinuierliche Anstieg bei den Einnahmen aus der Kommunalsteuer: Sie ist ein Indikator dafür, dass sich die Unternehmen in der Stadt gut entwickeln. Die Summer betrug im Jahr 2018 rund 31 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren betrug die Kommunalsteuer noch 21 Millionen Euro.

Daten und Fakten zum Rechnungsabschluss 2018

  • Ordentlicher Haushalt: 198.395.932,46 Euro
  • Außerordentlicher Haushalt: 23.391.169,67 Euro
  • Kommunalsteuer: 30.931.400 Euro
  • (Steigerung zu 2017: 5,6 Prozent)
  • Anteil Personalaufwand an den laufenden Ausgaben: 23,43 Prozent
  • Annuitätendienst: 3,02 Prozent d. Ord. HH
  • Pflichtbeiträge an das Land Kärnten: 38 Millionen Euro
  • (Krankenanstalten, Sozialhilfe, etc)
  • Schulden (nicht überwälzbar), Stand 31.12.2018: 54,7 Mio Euro
  • Anteil am RA 2018: 4,97 Prozent
  • Vergleich RA 2017: 5,25 Prozent
  • Freie Finanzspitze: 2.435.235,70 Euro

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