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Der Osteopath nimmt sich die Zeit, um dem Ursprung der Symptome auf den Grund zu gehen.
Der Osteopath nimmt sich die Zeit, um dem Ursprung der Symptome auf den Grund zu gehen. © 5min.at
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Der Sportmediziner im Interview:

Mit Finger­spitzen­gefühl zur Heilung

Villach – Der Villacher Mediziner Dr. Georg Willenig war schon immer für Sport zu begeistern. Seine Leidenschaft für körperliches Wohlbefinden und die Möglichkeit, Menschen ebenfalls dazu zu verhelfen, ließen ihn den Weg der Medizin einschlagen. Nach seinem Studium in Graz führte ihn seine Spezialisierung an die Wiener Schule für Osteopathie. Im Interview spricht der Sportmediziner über seinen Werdegang und die Funktionsweise der Alternativmedizin.

 5 Minuten Lesezeit (631 Wörter)

Der Mediziner Dr. Georg Willenig war schon immer für Sport zu begeistern. Seine Leidenschaft für körperliches Wohlbefinden und die Möglichkeit, Menschen ebenfalls dazu zu verhelfen, ließen ihn den Weg der Medizin einschlagen. Im Interview spricht Willenig über seinen Werdegang und die Osteopathie.

Warum haben sie sich gerade für die Ausbildung zum Osteopathen entschieden?

Seit meinem 18. Lebensjahr war ich aufgrund mehrerer Sportverletzungen selbst bei einem Osteopathen in Behandlung. Ich fühlte mich sehr gut versorgt und konnte fast vollständig auf Schmerzmittel verzichten. In meinem letzten Ausbildungsjahr habe ich mich deshalb dazu entschieden parallel auch noch die Ausbildung zum Osteopathen zu machen.

Im Interview spricht Dr. Georg Willenig über seinen Werdegang und die Funktionsweise der Alternativmedizin.

Im Interview spricht Dr. Georg Willenig über seinen Werdegang und die Funktionsweise der Alternativmedizin. - © 5min.at

Worin unterscheidet sich die Osteopathie von der allgemeinen Schulmedizin?

In Österreich wird die Osteopathie nicht als medizinisches Fach anerkannt. Ohne meiner Ausbildung zum Allgemeinmediziner wäre es mir nicht erlaubt Rezepte oder Überweisungen auszustellen. In der Osteopathie wird der Patient ganzheitlich vom Scheitel bis zur Sohle untersucht. Der Osteopath nimmt sich die Zeit, um dem Ursprung der Symptome auf den Grund zu gehen. Er ist bestrebt den Menschen kennenzulernen, um sich ein ganzheitliches Bild zu verschaffen.

Das bedarf natürlich einem längeren Vorgespräch und eventuell auch mehreren Tests je nach Beschwerden. In der allgemeinen Schulmedizin wird versucht erst einmal die Symptome in den Griff zu bekommen, bevor man sich deren Ursachen annimmt. Osteopathie und Schulmedizin können sich so bei der Behandlung vieler Erkrankungen aber sehr gut ergänzen und gemeinsam zur gewünschten Heilung führen.

Gibt es Menschen, welche auf eine Behandlung nicht ansprechen?

Ich würde nicht sagen, dass gewisse Menschentypen nicht auf eine osteopathische Behandlung ansprechen. Es gibt einfach Symptomatiken, die nicht behebbar sind, wie zum Beispiel vorangeschrittene Gelenkabnützungen. Wenn der Knochen auf Knochen reibt, kann man eine Linderung bis zu einem gewissen Grad erreichen, aber keine vollständige Heilung. In diesem Fall kann man nur begleitend zur Schulmedizin arbeiten. Der Osteopath operiert ja nicht. Er geht manuell vor und versucht dem Patienten einen Teil vom Schmerz zu nehmen. Sollte das anatomisch nicht möglich sein, muss man sich eine Strategie überlegen oder an einen Facharzt überwiesen werden. Ein Osteopath ist kein Wunderheiler.

„Der Osteopath nimmt sich die Zeit, um dem Ursprung der Symptome auf den Grund zu gehen“, erklärt Willenig bei dem gemütlichen Interview.

„Der Osteopath nimmt sich die Zeit, um dem Ursprung der Symptome auf den Grund zu gehen“, erklärt Willenig bei dem gemütlichen Interview. - © 5min.at

Kann auch vorbeugend osteopathisch behandelt werden?

Vorbeugend würde ich so nicht sagen, da man ja keine Ursache finden kann, wenn noch gar kein Leiden vorhanden ist. Da würde man ja nach einem nicht vorhandenen Schmerz suchen. Wenn ein Sportler aufgrund eines Wettkampfes oder einer Belastung weiß, dass gewisse Symptomatiken auftreten, kann man sehr wohl versuchen den körperlichen Zustand wieder auf die Norm zu bringen. Überhaupt bei Dauerbelastungen bietet es sich an begleitende Hilfe anzubieten.

Kann jeder die Ausbildung zum Osteopathen machen?

Um die Zusatzausbildung zum Osteopathen machen zu können, muss man als Physiotherapeut einige Jahre praktische Erfahrung nachweisen können. Humanmediziner können diese Zusatzausbildung ab dem dritten Ausbildungsjahr beginnen.

In seinem letzten Ausbildungsjahr entschloss sich der Mediziner, auch noch die Ausbildung zum Osteopathen zu machen.

In seinem letzten Ausbildungsjahr entschloss sich der Mediziner, auch noch die Ausbildung zum Osteopathen zu machen. - © 5min.at

Spürt man einen Aufwärtstrend in der Osteopathie?

Soweit ich weiß, herrscht an der Wiener Schule für Osteopathie eine immer größere Nachfrage. Die Menschen machen sich im Internet schlau und suchen nach alternativen Herangehensweisen, um ihre Leiden zu lindern. Wenn jemand sich zum zehnten Mal zwecks einer Spritze zum Arzt aufmacht, wird sich auch diese Person früher oder später nach anderen Wegen umsehen, um eine Schmerzmittelreduktion zu erreichen. Der Osteopath bietet eine ganzheitliche Herangehensweise an, welche auch Organfunktionen beinhaltet.

 

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Dr. med. Georg Willenig

Postgasse 3
9500 Villach
Tel.: +43 660 5905483
ordination@dr-willenig.at
www.dr-willenig.at


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