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Museumschef Kurt Karpf, Villacher Bier-Direktor Thomas Santler, Bürgermeister Günther Albel und Tourismuschef Georg Overs.
Museumschef Kurt Karpf, Villacher Bier-Direktor Thomas Santler, Bürgermeister Günther Albel und Tourismuschef Georg Overs. © Stadt Villach/Karin Wernig

Villach „Draustadt – Braustadt“:

Sonder­ausstellung zur Geschichte des Bieres

Villach – Die Stadt Villach ist verbunden mit jahrhundertelanger Bierbrautradition. Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums, die ab 9. Mai zu sehen ist, informiert darüber ab sofort mit zahlreichen Veranstaltungen, spart aber auch negative Seiten des Alkoholkonsums nicht aus.

 2 Minuten Lesezeit (332 Wörter) | Änderung am 09.05.2019 - 09.55 Uhr

Die neue Sonderausstellung des Villacher Stadtmuseums „Draustadt – Braustadt“ befasst sich einerseits mit den Anfängen des Bierbrauens, und klärt andererseits über die lange Tradition des Bierbrauens in unserer Stadt auf. So ist zum Beispiel den wenigsten Villacherinnen und Villachern bekannt, dass in ihrer Heimatstadt vor vielen Jahren in bis zu 20 Kleinbrauereien Steinbier erzeugt wurde. Dabei wurde die Maische in einem Holzbottich durch hinzugefügte heiße Steine erhitzt. „Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war diese Art des Bierbrauens weit verbreitet, diese konnte sich aber gegen die Industrialisierung und die dadurch weiterentwickelten Brauweisen nicht durchsetzen“, sagt Museumsdirektor Dr. Kurt Karpf. Im Mittelalter hatten Villacher Bürger das Recht, ihr eigenes Bier zu brauen. „Damals war das gebraute Bier vermutlich sogar gesünder als das in vielen Städten verunreinigte Wasser“, erklärt Museumsdirektor Karpf.

Kulturtradition ums Brauen

Um die lange Brautradition und die Entwicklung der Bier – und Wirtshauskultur in der Stadt Villach anschaulich darzustellen, haben sich Karpf und sein Team einiges einfallen lassen: Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland machen die lange Kulturtradition ums Brauen und den Gerstensaft verständlich. So wird das Inventar der letzten „Steinbrauerei“ Kärntens aus dem Technischen Museum in Wien in der Ausstellung noch einmal aufgebaut und zu sehen sein. Als Begleitprogramm wird es ein Bierwochenende mit zahlreichen Events geben und auch andere Veranstaltungen mit Beiträgen rund ums Thema sind geplant.

Auch ein Schwerpunkt: Prävention

„Bier ist Kulturgut und nicht zuletzt durch den aufkommenden Trend des Selbstbrauens ein für viele interessantes Thema“, ist Kulturreferent Bürgermeister Günther Albel überzeugt. „Wichtig ist es dabei aber auch, über die möglichen negativen Wirkungen des Alkoholkonsums aufzuklären.“ Aus diesem Grund befasst sich ein Schwerpunkt der Ausstellung mit dem Thema Prävention. „Insbesondere Schülerinnen und Schülern soll auf einfach verständliche Weise ohne erhobenen Zeigefinger die negativen Seiten des Alkoholkonsums nahegebracht werden“, erläutert der Bürgermeister. Mittels „Rauschbrille“ kann so zum Beispiel unmittelbar der Effekt von zu viel Biergenuss erlebt werden.

 

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