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Leute - Villach
© pixabay.com/Fotomontage

Tattoo ließ sich trotz Laser nicht entfernen:

7 Jahre litt sie an ihrem Horror-Tattoo

Villach – Ein hässliches Tattoo kann dich und dein Selbstbewusstsein beeinflussen, vor allem, wenn es an einer Körperstelle ist, die jeder sehen kann. Für eine Villacherin wurde ein unschönes Tattoo zu einem langen Leidensweg, bis sie endlich eine Tattookünstlerin fand, die ihr helfen konnte.

 3 Minuten Lesezeit (441 Wörter)

Eine Villacherin hat sich vor sieben Jahren einen Namen auf ihren Unterarm, an der Innenseite des Handgelenks, stechen lassen. Das Ergebnis war leider nicht sehr berauschend. „Der Schriftzug ähnelte einer Kinderhandschrift und keinem professionellen Tattoo“, schildert uns das Tattoo-Opfer.

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Das unschöne Tattoo zeugte nicht von besonderer Professionalität.

Das unschöne Tattoo zeugte nicht von besonderer Professionalität. - © Leserin

Laserbehandlungen und Cover-up

Die Villacherin beschloss das ungewünschte Tattoo mittels Laser zu entfernen. Doch die Farbe ließ sich selbst nach drei schmerzhaften Lasersitzungen nicht aus ihrer Haut entfernen. Die junge Frau suchte im Februar 2019 in ihrer Verzweiflung ein weiteres Tattoostudio auf, um ein Cover-up machen zu lassen. „Eine Blume sollte den Schriftzug verbergen und meinen Unterarm wieder ansehnlich machen“, erklärt uns die Leidgeplagte. Leider entpuppte sich auch dieser Versuch als Fehlschlag.

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Auch das Cover-up einer Blume überzeugte die Villacherin nicht.

Auch das Cover-up einer Blume überzeugte die Villacherin nicht. - © Leserin

Verzweifelte Anfragen in mehreren Studios

„Ich war anschließend in drei anderen Tattoo-Studios und alle haben gesagt, dass das Tattoo so schrecklich ist, das man da nicht drüber stechen kann. Ich solle die Blume lasern lassen!“, erzählt uns die junge Frau. „Ich konnte mir jedoch nicht vorstellen, dass ein Laser die Blume wegbekommen würde, wenn sich schon der Schriftzug nicht entfernen ließ“, bemerkt die Villacherin.

Ihr rettender Tattoo-Engel

„Zwei Wochen später kam ich zu Marion von „Karma In´k“ und sie hat sich meinem Problem angenommen“, erzählt uns die Frau. „Stundenlang hat sie sich Zeit genommen, hat Entwürfe gemalt, mit mir sehr einfühlsam gesprochen und Inspirationen gesucht“, schwärmt die Villacherin.

„Die Kundin kam ohne Hoffnung und mit viel Angst zu mir. Es war ein schwieriges Cover-up, bei dem wir versucht haben nicht zu dunkel zu werden und ästhetisch und weiblich zu bleiben“, erinnert sich Tätowiererin Marion. „Wäre ich gleich zu ihr gegangen, wäre aus dem Schriftzug ein kleines Cover-up geworden. Jetzt ist der komplette Unterarm tätowiert, um von der Stelle am Handgelenk abzulenken“, sagt die junge Mutter nachdenklich. „Für diese wirklich schwierige Ausgangsituation hat die Tattookünstlerin es hammermäßig geschafft“, ist die neue Tattoobesitzerin überzeugt.

Ein Tattoo sollte überlegt sein

„Ich möchte mit einer Geschichte viele Menschen darauf aufmerksam machen, dass man nicht nur auf den Namen eines renommierten Tattoo-Studios achten sollte, sondern sich ganz genau die Arbeiten der Künstler ansehen und der Stil des Tätowierers zu eigenen Person passen muss. Manchmal ist es besser einige Kilometer zu fahren und vielleicht auch etwas mehr Geld auszugeben, um dann ein schönes Tattoo zu haben und einem so mancher Leidensweg damit erspart bleibt“, appelliert die Villacherin.

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