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Leute - Klagenfurt
„Kinder schützen- Heilung fördern“ – Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters feiert Jubiläum.
„Kinder schützen- Heilung fördern“ – Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters feiert Jubiläum. © KABEG

Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters:

Hier werden Kinder seit 50 Jahren behandelt

Klagenfurt – Seit 50 Jahren besteht die Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters (NPKJ) am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt das multiprofessionelle Team seine Patienten in den vielen verschiedenen Bereichen.

 3 Minuten Lesezeit (400 Wörter)

Die Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters (NPKJ) steht als Kompetenzzentrum Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren und deren Familien mit allen Formen von neurologischen, psychiatrischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten zur Verfügung. „Wir arbeiten mit einem multiprofessionellen Team, welches aus Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Pflegefachdiensten, Pädagogen, Lerntherapeuten und Sozialarbeitern besteht“, sagt Prim. Dr. Wolfgang Wladika, Abteilungsleiter der NPKJ.

Diagnostik und Therapie

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt das multiprofessionelle Team seine Patienten in den Bereichen Früherkennung und Diagnostik, Behandlung, Vor- und Nachsorge, Rehabilitation und Begutachtung auf vier verschiedenen Stationen und in den Ambulanzen. Das Behandlungsangebot umfasst Krisenintervention, Diagnostik und Therapie, welches individuell auf die Kinder und Jugendlichen und deren Krankheitsbilder abgestimmt ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Kinder mit einem Elternteil gemeinsam zu einer speziellen Diagnostik und Therapie ab der Geburt aufzunehmen um bei frühen Versorgungs- und Beziehungsfragestellungen unterstützen und beraten zu können.

Vertrauensvoller Zugang zu jedem Patienten

„Wir vertreten ein ganzheitliches Krankheits- und Behandlungskonzept. Wichtig ist uns ein beziehungsorientierter, individueller, vertrauensvoller Zugang zu jedem unserer Patienten. Wir möchten bestehende Schwierigkeiten in Zusammenhang mit dem jeweiligen Entwicklungsstand sehen und die Fähigkeiten und Stärken der Patienten und deren Familien in den Vordergrund stellen“, erklärt Wladika. Ziel ist eine Verbesserung im persönlichen, sozialen und Leistungsbereich zu erreichen. Neben den Erkenntnissen und Erfahrungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und den verschiedenen Psychotherapeutischen Richtungen kommen auch wesentliche Elemente der Traumapädagogik zur Anwendung.

Eigene Schule

„Unserer Abteilung steht eine eigene Schule für schulpflichtige Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Jugendliche nach Beendigung der Schulpflicht können nach Absprache individuell unterrichtet werden oder erhalten in der ISA (Integrierte Strukturierende Arbeitserprobung) eine individuelle Tagesstruktur, die sich an der Realität des Arbeitsalltags und der Fähigkeiten der Jugendlichen orientiert“, berichtet der Abteilungsvorstand. Zudem arbeitet das Team der NPKJ bei Bedarf auch eng mit niedergelassenen Fachärzten bzw. anderen Disziplinen zusammen.

Gedenken und Feiern zum Jubiläum

Die Abteilung blickt auch zurück. War doch der Beginn als „Heilpädagogische Abteilung“ im Jahr 1969 überschattet von schweren Vergehen des damaligen Gründers und Leiters der Abteilung. „Diese unfassbaren Handlungen wurden in den letzten drei Jahren in einer sehr umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung bearbeitet“, so Wladika. Die Ergebnisse sollen im Rahmen einer großen Fachtagung am 18. und 19. Oktober 2019 an der Alpe-Adria- Universität Klagenfurt präsentiert werden.

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