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Politik - Klagenfurt
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Optimierung der Grünphasen für Fußgänger:

Bei Rot bleibe stehn, bei Grün kannst du „laufen“

Klagenfurt – Die Stadt muss aus der Sicht der FußgängerInnen und RadfahrerInnen gedacht werden, findet Gemeinderat Elias Molitschnig und weist zum wiederholten Male auf die Schieflage in der Klagenfurter Verkehrsplanung hin. In den Autos sieht er den eigentlichen Störfaktor einer gesunden und nachhaltigen Stadtentwicklung.

 2 Minuten Lesezeit (326 Wörter) | Änderung am 04.06.2019 - 07.12 Uhr

„Die Optimierung der Grünphasen soll den passiven Verkehr (Autos) beschleunigen. Damit entlarven sich alle Wortmeldungen in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit als das was sie sind: reine Lippenbekenntnisse“, stellt Gemeinderat Elias Molitschnig in einer gestrigen Presseaussendung fest. „An vielen Fuß- und Radübergängen sind deren Nutzung von FußgängerInnen und RadfahrerInnen nur dann möglich, wenn man aufgrund der extrem kurzen Grünphasen im Laufschritt quert. Für benachteiligte Personen ist letzteres gar nicht innerhalb der Grünphase möglich. Am ausgewiesenen Radweg Waidmannsdorferstraße musst man meist bis zu zwei Phasen abwarten bis die bedarfsorientierte Ampelregelung die Querung des Südrings auf grün schaltet“, so Molitschnig.

Queren von Straßen erleichtern

„Smart City- und sanfte Mobilitätskonzepte verlangen klar, Menschen das Zufußgehen und das Fahrradfahren im Alltag schmackhafter zu machen; ein wesentlicher Punkt dafür stellt das möglichst bevorrangte und bequeme Queren von größeren Straßen dar“, führt Molitschnig weiter aus und fügt hinzu: „Aus diesem Grunde muss das lange Warten vor Querungsampelanlagen reduziert und Grünphasen für diese Querungen deutlich verlängert werden. Der im Jahr 2012 erstmals eingeführte Zentralverkehrsrechner für das Klagenfurter Ampelsystem ermöglicht unterschiedliche Betriebsmodi und erlaubt demnach auch eine stärkere Berücksichtigung des Aktivverkehrs (Rad und Fuß).“

Für Fußgänger und Radfahrer attraktiver

„Dass das Land dem Automobil wieder den Vorrang gibt ist eine völlig falsche Priorisierung, geradezu absurd im Hinblick auf die Lebensqualität unserer Stadt. Der Verkehrsreferent in Klagenfurt ist im eigenen Wirkungsbereich gefordert, die Smart-City Konzepte umzusetzen, damit es nicht in dieselbe Sackgasse mündet wie beim Land“, sieht der Grüne Gemeinderat die Entwicklung kritisch.

„Auch im Hinblick auf den Handel und das Einkaufserlebnis in der Innenstadt muss Klagenfurt langfristig für FußgängerInnen und RadfahrerInnen entwickelt und geplant werden“, ist Molitschnig überzeugt und spricht sich für in die Zukunft weisende Maßnahmen und gegen das Auslaufmodell Individualverkehr aus.

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