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Leute - Kärnten
Die größten Mängel weisen in der Regel ausländische Lkw auf. Es treten häufig Probleme mit den Bremsen und im Bereich der Achsen, Räder und Reifen auf.
SYMBOLFOTO Die größten Mängel weisen in der Regel ausländische Lkw auf. Es treten häufig Probleme mit den Bremsen und im Bereich der Achsen, Räder und Reifen auf. © 5min.at

Weil sie nicht den technischen Vorschriften nicht entsprechen:

47 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge haben schwere Mängel

Kärnten – Die beiden Landesräte Straßenbaureferent Martin Gruber und Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig haben in der gestrigen Regierungssitzung den Schwerpunkt auf Verkehrssicherheit gesetzt. Zum einen ging es um die technischen Vor-Ort-Kontrollen von Kraftfahrzeugen, zum anderen um das Thema Radsicherheit.

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Egal ob GTI-Treffen, European Bike Week oder Routine-Kontrollen: Immer wieder würden Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, weil sie den technischen Vorschriften nicht entsprechen. „Diese Kontrollen werden aber nicht von der Polizei durchgeführt, sondern von den Mitarbeitern der Abteilung 9 im Land Kärnten“, erklärte LR Gruber. Im Vorjahr habe der sogenannte Landesprüfzug insgesamt 706 Fahrzeuge (Lkw, Autos und Motorräder) auf Kärntens Straßen kontrolliert. „Davon hatten 47 Prozent so schwere Mängel, dass ihnen die Kennzeichentafeln gleich abgenommen wurden“, sagte der Straßenbaureferent.

Ausländische LKW mit größten Mängel

75 Prozent der überprüften Fahrzeuge hätten Probleme mit den Bremsen, rund die Hälfte im Bereich der Achsen, Räder und Reifen. „Das heißt, dass noch immer zu viele Fahrzeuge mit technischen Mängeln in Kärnten unterwegs sind und eine potenzielle Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer sowie auch für die Fahrer selbst darstellen“, sagte Gruber und betonte: „Die Kontrollen müssen deshalb aus meiner Sicht in unveränderter Dichte weitergeführt werden.“ Die größten Mängel würden in der Regel ausländische Lkw aufweisen. Um diese Fahrzeuge rechtzeitig stoppen zu können, sollen 2020 in Bleiburg und Lavamünd zwei zusätzliche Kontrollplätze wieder in Betrieb genommen werden.

Für nachhaltige Mobilität: „Kärnten am Rad“

Im Bereich der Radmobilität legen die Landesräte Gruber und Schuschnig mit der landesweiten Rad-Initiative „Kärnten am Rad“ ebenso einen referatsübergreifenden Schwerpunkt. Ein wesentliches Ziel ist es, den Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr in den nächsten Jahren von sieben auf 13 Prozent zu erhöhen. „Das Potenzial ist da, wenn man bedenkt, dass die Hälfte aller privaten Autofahrten kürzer als fünf Kilometer sind, 15 Prozent sogar unter einem Kilometer liegen“, berichtete Gruber. Außerdem trage die positive Anhebung des Radverkehrs dazu bei, Klimaschutzziele zu erreichen und nachhaltige Mobilität im Sinne künftiger Generationen zu stärken, so Schuschnig.

Bei E-Bike-Fahrern besteht erhöhtes Unfallrisiko

Mehr Radfahrer im Alltagsverkehr – vor allem mit E-Bikes – würden aber auch ein höheres Gefahrenpotenzial bedeuten, auf das man rechtzeitig reagieren müsse. „Studien belegen, dass vor allem bei den E-Bike-Fahrern ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Da möchten wir ansetzen und mit Sicherheitsmaßnahmen entgegenwirken“, sagte der Mobilitätslandesrat. Da 47 Prozent aller Unfälle mit E-Bikes in Österreich die Altersgruppe 65+ betreffen würden, sollen in den nächsten Jahren dahingehend gezielt Maßnahmen gesetzt werden. „Als erstes werden wir eine Serie von Fahrsicherheitstrainings für besonders gefährdete Personengruppen erarbeiten“, informierten Schuschnig und Gruber.

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