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Leute - Klagenfurt
"Hmm, diese kleine graue Maus werde ich mir gleich schnappen!" © Dompfarre Klagenfurt

Haustiere am Arbeitsplatz:

Domkater Pauli stellt die Pfarre auf den Kopf

Klagenfurt – Im November 2017 zogen zwei Katzenbabys in der Dompfarre ein, die sich schnell in die Herzen der Mitarbeiter und Besucher kuschelten und spielten. Pauli und Lea hielten mit ihrem Fangenspielen das Dombüro in Schach und sorgten für manche Unordnung. Katzenschwester Lea ist leider im Vorjahr verschwunden. Wir haben mit Dompfarrer Allmaier und Iris Binder über die zwei Stubentiger gesprochen.

 5 Minuten Lesezeit (656 Wörter)
Am 11. September 2017 wurden am Bauernhof von Dompfarrer Peter Allmaiers Mutter (vlg. Essl in Jenig) Katzenkinder geboren. „Die Katzen-Mama der drei Kleinen war besonders stolz und hat ihre Kinder nie versteckt, sondern immer wenn Besuch gekommen ist, die Kätzchen gebracht, um sie herzuzeigen“, erzählt uns Dompfarrer Allmaier. Der Priester war ganz begeistert von den Tierbabys, weil sie so süß und hübsch waren. In einem Gespräch mit seiner Mutter wurde dann schnell klar, dass die zwei Kätzchen mit nach Klagenfurt in die Dompfarre kommen sollen.

Pauli und Lea erkunden die Pfarre

Im November 2017 sind zwei der Katzenkinder nach Klagenfurt gekommen – Lea und Pauli wurden sie getauft. „Anfangs haben wir uns überlegt, dass sie im Pfarrhof sein können, nicht aber im Büro“, erzählt uns Allmaier. „Aus dem anfänglichem Plan wurde nichts, denn die beiden haben sich kuschelnd und spielend in die Herzen der Mitarbeiter und der Dombesucher gezaubert“, schmunzelt der Dompfarrer. So haben die Katzenbabys den Büroalltag der Dompfarre begleitet, im Büro in ihrem Bettchen geschlafen und alle Besucher begrüßt. „Besonders neugierig waren die Kätzchen, wenn Babys zur Taufanmeldung da waren“, erfahren wir von Iris Binder, die bei der Stadtpastoral tätig ist und ihr Büro in der Dompfarre hat. „Wenn die Eltern es erlaubt haben, haben sich Pauli und Lea in den Kinderwagen zum Baby gekuschelt.“

Die Katzenschwester ist verschwunden

„Lea war eine sehr fleißige Jägerin. Sie ist schon als Katzenkind ganz stolz mit erhobenem Haupt  mit einer Maus im Mund ins Büro spaziert, an den Leuten im vorderen Büro vorbei, und hat sie mir gebracht“, erinnert sich Binder. „Die Maus ist natürlich davon gehuscht und wir Mitarbeiter sind ihr dann alle nach gelaufen, um sie einzufangen“, schmunzelt Binder. Sehr traurig: Lea ist leider bei einer großen Baustelle in der Lidmanskygasse verschwunden. „Wir wissen bis heute nicht was mit ihr passiert ist“, erzählt uns Dompfarrer Allmaier.

Pauli, ein Kater mit Charakter

Die Domkirche trägt den Namen Peter und Paul, der Dompfarrer heißt Peter, so war es naheliegend, dass der Kater Pauli heißen wird. Pauli lebt hauptsächlich im Domgarten, inspiziert aber in regelmäßigen Abständen auch das Büro. Dort interessiert er sich für jede herumliegende Schachtel, aber auch für alles, was sonst so neu ist. Pauli ist sehr neugierig und nimmt an Sitzungen sehr gern teil, auch wenn er recht bald einschläft. Der Kater überlegt sich ganz genau, wer ihn angreifen und streicheln darf. „Nur wenn Besucherinnen kommen, die traurig sind, weil sie ein Begräbnis anmelden, ist es als ob Pauli wüsste, dass sie Trost brauchen und schmiegt sich zu ihnen bzw. lässt sich dann auch streicheln“, erfahren wir von Dompfarrer Allmaier.

Der hungrige Frühaufsteher

„Pauli ist eigentlich immer hungrig“, erzählt uns Iris Binder. „Vor der Pauli-Zeit haben wir hin und wieder ein Trinkgeld für unsere Kaffeekassa bekommen, jetzt ist es so, dass die Besucher Geld für die Katze da lassen, damit Pauli etwas Leckeres bekommt“, lächelt sie. Pauli steht schon bald nach seiner ersten Morgenrunde im Garten vor der verschlossenen Bürotüre und wartet, wann endlich geöffnet wird, damit er zur Inspektion kommen kann. „Er ist morgens der erste im Dienst“, schmunzelt der Dompfarrer. Sein Aus- und Eingang vom Garten ist das Küchenfenster von Köchin Monika, da „klopft“ er an. Dann holt er sich von jedem seine Streicheleinheiten ab und frühstückt insgesamt wohl vier Mal, weil er jedem das Gefühl gibt, er hätte noch nichts bekommen.

Pauli hat auch einen eigenen Instagram Account und viele Follower.

Haustiere am Arbeitsplatz

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