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Eröffnung des Festivals Carinthischer Sommer 2019. Am Bild (v.l.n.r.): Klemens Fheodoroff, LH Peter Kaiser, Kathrin Roggla, Bundespräsident Alexander van der Bellen und Holger Blek.
Eröffnung des Festivals Carinthischer Sommer 2019. Am Bild (v.l.n.r.): Klemens Fheodoroff, LH Peter Kaiser, Kathrin Roggla, Bundespräsident Alexander van der Bellen und Holger Blek. © LPD Kärnten/fritzpress

Unter dem Motto "Die Zeit reist"

Der Carinthische Sommer 2019 ist eröffnet

Villach – Unter dem Motto „Die Zeit reist“ feiert der Carinthische Sommer heuer seinen 50. Geburtstag. Die offizielle Eröffnung ging heute, Sonntag, unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste im Congress Center Villach über die Bühne. 

 3 Minuten Lesezeit (477 Wörter)

Nach dem großen Festakt luden Klemens Fheodoroff, Obmann des Vereins Carinthischer Sommer, und Intendant Holger Bleck zum Galakonzert mit den fünf Finalistinnen und Finalisten des Internationalen Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb 2019 begleitet durch das Kärntner Symphonieorchester. Der Einladung zum Festakt gefolgt waren neben zahlreichen anderen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit seiner Gattin Doris Schmidauer, Landeshauptmann Peter Kaiser mit Partnerin Ulli Wehr, Günther Albel, Bürgermeister der Stadt Villach, Johann Huber, Bürgermeister der Gemeinde Ossiach, Militärkommandant Walter Gitschthaler, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und Landtagsdirektor Robert Weiß.

„Die Zukunft liegt in unserer Verantwortung“

„Sie haben sich mit dem Thema Zeit ein denkbar schwieriges Leitmotiv gestellt.“ In einer sehr launigen und zukunftsgerichteten Rede beglückwünschte Van der Bellen die Jubilare. Zeit zu sparen, sei eine der unsinnigsten Redewendungen überhaupt stellte der Bundespräsident fest und meinte damit, dass es unmöglich sei, die Zeit aufzuhalten. Dass dies auch nicht nötig sei, untermauerte er mit seiner Antwort auf die Frage, was an der guten alten Zeit so gut gewesen sei. „Wir sollten weniger Zeit in die Illusion über die gute alte Zeit verschwenden und viel mehr Zeit in die Schaffung einer guten Zukunft investieren“, sagte Van der Bellen und betonte: „Es gibt viel zu tun. Die Zukunft liegt in unserer Verantwortung!“

50 Jahre Carinthischer Sommer

„Zeit ist das einzige nicht vermehrbare Gut und damit wohl die einzig wichtige Währung“, sagte Kaiser bezugnehmend auf das diesjährige Leitmotiv des Carinthischen Sommers und blickte auf die Ereignisse der vergangenen 50 Jahre zurück. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte auch dem Carinthischen Sommer gelungen. Damit habe es das Festival auch geschafft, über 50 Jahre hinweg ein Ereignis zu bleiben, das einerseits polarisiert aber andererseits auch immer bemüht darum ist, eine gemeinsame Sprache für alle zu finden. Er betonte: „Nur mit der Klarheit über die Vergangenheit können wir in eine gute Zukunft gehen!“ Es sei ihm und der Stadt Villach eine Ehre, Teil des Carinthischen Sommers zu sein, so Bürgermeister Albel. „Ich danke allen, die dieses Festival zu seiner heutigen Bedeutung verholfen haben“, sagte der Bürgermeister und verwies in seinen Grußworten auf die verbindende Wirkung von Musik. Der Carinthische Sommer befinde sich laut Bgm. Huber auf einer Zeitreise. „Die Gemeinde Ossiach wird auch in Zukunft alles ihr Mögliche unternehmen, um die positive Entwicklung des Festivals zu unterstützen“, versicherte er.

„Von rückwärts und vorwärts laufenden Zeiten“

In der offiziellen Festrede machte sich auch die Schriftstellerin Kathrin Röggle unter dem Titel „Von rückwärts und vorwärts laufenden Zeiten“ Gedanken zum allesbeherrschenden Thema. „Wenn Zeit aus den Fugen gerät, verliert die Menschheit die Orientierung“, betonte sie und warnte davor, dass die Zukunft nichts Zukünftiges mehr sei. „Die Zukunft ist immer schon da!“

Alle wichtigen Infos zum Carinthischen Sommer findest du hier.

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