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Politik
© Pixabay

An Kaiser und Fellner:

Offener Brief von VADA: Investitionen werden der Kultur­region Kärnten nicht gerecht

Kärnten / Klagenfurt – Die Vorstandsmitglieder von VADA, der Verein zur Anregung des dramatischen Appetits, richten sich mit einem offenen Brief an den Kulturreferenten und den Gemeindereferenten und beklagen, dass die Gelder für die neu gegründete "Klagenfurt Festival GmbH" nicht dem Bedarf in Kärnten entsprechen würden. Gefordert werde nun in Form eines offenen Briefs eine Überprüfung des Konzepts und die Investition in Sparten, die bisher noch unterrepräsentiert seien.

 3 Minuten Lesezeit (421 Wörter)

Mit einem offenen Brief wenden sich die Vorstandsmitglieder von Vada, Yulia Izmaylova, Boris Randzio und Felix Strasser, nun an den Kulturreferenten Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Gemeindereferenten Landesrat Ing. Daniel Fellner: „Jeder Gemeinde steht es frei, die Initiative zu ergreifen und sich in diesem Bereich zu engagieren, je großzügiger und langfristiger desto besser. Richtig wäre allerdings – sobald Gelder aus dem Landesbudget im Spiel sind –, Projekte von erheblicher Größen­ordnung im Gesamtkärntner Kontext zu sehen, was u.E. im Falle des GmbH Festivals verabsäumt wurde.“

Forderung: Dezentral stattfindende Festivals stärken

Vada fordert im Zuge ihres Briefs die Stärkung dezentral gelegener Festivals. Dass große Summen aus dem Gemeindebudget in ein neues Festival in die Landeshauptstadt Klagenfurt fließen, halten die Vorstandsmitglieder von Vada für unverständlich: „Die primäre Aufgabe des Landes Kärnten muss im Kulturbereich – als Antwort auf die zunehmende Zersiedelung einerseits und Abwanderung andererseits – eine nachhaltige regionale Strukturförderung sein. Daher ist es uns gänzlich unverständlich, dass eine große Summe aus dem Gemeindebudget in ein neues Festival in der Landeshauptstadt fließen soll.“

Weiter heißt es im Brief: „Denn das übergeordnete Interesse der Landesregierung bzw. der Gemeinde­abteilung müsste doch darin liegen, die existierenden – und darunter speziell die dezentral agierenden – Festivals zu stärken und deren Ausweitung über die jeweilige Stand­ortgemeinde hinaus in möglichst alle Bezirke zu forcieren. Dazu bedarf es neben entsprechender Zuwendungen auch der gezielten Überzeugungsarbeit und Kooperation des Landes mit den GemeindevertreterInnen.“

Vorzeige-Festival „MONO BENE“

Vada stellt auch das zeitgenössische Festival MONO BENE als Parade-Beispiel für kärntenweites, kulturelles Festival dar, das gleichzeitig in Klagen­furt, Villach, Tröpolach im Gailtal, Hattendorf bei St. Michael, Krum­pendorf, Völkermarkt, Eisenkappel sowie in Italien, in Povolaro aus­ge­tra­gen wird. Es soll zeigen, „wie ein zeitge­nössisches Festival für alle KärntnerInnen zu funktionieren hat“, so Vada in ihrem Schreiben an Land und Gemeinde.

Investion in Kinder- und Jugendtheater sinnvoller

Ihren offenen Brief schließen die Vorstandsmitglieder des Vereins zur Anregung des dramatischen Appetits mit folgender Forderung: „Wenn das Land schon ein neues Festival in Klagenfurt/Celovec mitfinanziert, so sollte es nicht eines sein, das sich in der inhaltlichen Ausrichtung weitestgehend mit dem schon bestehenden Spectrum überschneidet, das einen Monat später 35 km weiter westlich statt findet. Vielmehr sollte in eine Sparte investiert werden, die in Kärnten noch nicht gut abgedeckt ist – hier müsste vorrangig ein großes Kinder- und Jugend­theater­festival geschaffen werden.“

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